Schützenfest der St.-Sebastianus-Bruderschaft 1802 Neersen

Schützenfest der St.-Sebastianus-Bruderschaft 1802 Neersen : Neersen erlebt ein tolles Schützenfest

Seit Freitagabend wird in Neersen Schützenfest gefeiert – zum ersten Mal mit einem Königinnen-Haus um Königin Anika Klöters.

„Es wurde Zeit, dass eine weltoffene Bruderschaft ein Königinnen-Haus hat – und ich muss sagen: Hätten wir das doch schon viel früher gemacht“: Robert Brintrup, Präsident der St.-Sebastianus-Bruderschaft 1802 Neersen erhielt am Sonntagvormittag im Festzelt viel Applaus für seine Vorstellung des ersten Neersener Königinnen-Hauses. Die Neersener Schützen werden von Königin Anika Klöters mit ihren Ministerinnen Sandra Vollberg und Jessica Hellwig sowie Königsoffizierin Nicole Neiser angeführt – und die Königin war zur Halbzeit des Festes sichtlich glücklich über den bisherigen Verlauf. „Es ist toll, ich bin stolz darauf, die erste Königin der Bruderschaft zu sein“, sagte sie.

Schon der Festauftakt am Freitagabend war eine gelungene Sache, berichtete Pressewart Josef Schmidt: „Die Serenade passte zum Königinnen-Haus und war sehr gut besucht.“ Die Veranstaltung wurde vom Posaunenchor der evangelischen Emmaus-Kirchengemeine, dem Männerchor Cäcilia Korschenbroich, dem Hornquartett der Kreismusikschule Viersen und dem Chor „Frauenpower“ gestaltet, „es war ein sehr rundes Programm“, so Schmidt. Das lobte auch die Königin, die sich besonders freute, dass eine Arbeitskollegin mit im Frauenchor gesungen hatte.

Mit der Serenade im Schlosshof begann das Schützenfest in Neersen. Unter anderem trat der Männerchor Korschenbroich „Cäcilia“ 1860 auf. Foto: Kurt Lübke. Foto: Kurt Lübke

Den folgenden Fassanstich im Festzelt nahmen der stellvertretende Bürgermeister Guido Görtz und der Jungschützenkönig Joshua Schälich vor – es gab je ein Fass Alt und Pils für die Besucher. Danach rockten Booster das Festzelt, und die Tanzfläche war immer gut gefüllt.

Am Samstag wurden zuerst die Maien an den verschiedenen Häusern in Neersen gesetzt, danach versammelten sich die Schützen zur ersten Parade auf dem Minoritenplatz. Die Parade am Samstagabend sei sehr gut besucht gewesen, so Schmidt. Danach ging es zum Ball ins Festzelt.

Der Samstag sei sehr aufregend gewesen, „als wir das erste Mal rauspräsentiert wurden, war das schon ein besonderer Gänsehaut-Moment“, erinnerte sich die Königin. Auch die erste Vorstellung des Königinnen-Hauses am Samstagabend durch Präsident Brintrup und die „standing ovations“ im Festzelt seien „tolle Momente“ gewesen. Ihren Königstanz zu „Chöre“ von Marc Forster habe sie bewusst gewählt, „damit es danach richtig losgeht und die Stimmung oben ist“.

Dankbar war die Königin für die Hilfe, die sie von den Schützen erfahren hat: So hat der Zug „Gut Schuss 90“ mit Oliver Beck, Willi Faßbender und Michael Dellen die Burg am Wahlefeld-Saal und den Königsthron am Samstag gebaut.

Am Sonntagmorgen erlebten die Schützen eine schöne Messe mit Altarparade im Schlosshof und versammelten sich dann zum Frühschoppen mit Ehrungen im Festzelt. Dabei waren auch Vertreter der St.-Matthias-Bruderschaft, die die Sebastianer-Bruderschaft auch beim Weihnachtsmarkt und beim Kinderschützenfest zu Pfingsten unterstützt haben. Sehr anrührend eine Bitte des Kinderkönigs Noah Suffner, die der Präsident vortrug: Die Familie des Kinderkönigs versorgt die Schützen bei der Parade am Sonntagnachmittag immer mit Getränken – und bat in diesem Jahr um Spenden für einen guten Zweck: Sie möchte die Frühgeborenen-Station K5 des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Rheydt unterstützen: „Mein Cousin wurde als extremes Frühchen geboren, und alle haben sich rührend um ihn gekümmert – und auch um die Familie, als er doch verstorben ist“, erzählte Noah.

Am Montag geht das Schützenfest weiter. Um 10.30 Uhr beginnt der Klompenball im Festzelt, um 14.20 Uhr startet der Vogelschuss für den Jungschützenkönig. Um 15.30 Uhr beginnt dann der Wettbewerb um die Nachfolge für die Königin. Um 19.30 Uhr beginnt die letzte Parade, danach ist „Popp verbrenne“ und Heimatabend im Festzelt.

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