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Rothweg: Die Interessengemeinschaft „Verkehr Neersen“ hat einen Bürgerantrag gestellt.

Verkehrssituation in Neersen : Antrag gegen Chaos auf dem Rothweg

Die Interessengemeinschaft „Verkehr Neersen“ hat einen Bürgerantrag gestellt. Ziel ist es, die Situation für Fußgänger auf dem Rothweg zu verbessern.

Im Frühjahr entstand aus der Interessengemeinschaft „Verkehr Neersen“ ein Verein, der sich mit der „inakzeptablen Verkehrssituation in Neersen“, so Sprecher Dirk Kohlenberg, nicht mehr länger abfinden will. In einem ersten Bürgerantrag ging es dem Verein um Entschärfungen des Verkehrs an der Hauptstraße in Höhe der Kapelle. Jetzt wurde ein zweiter Antrag auf den Weg gebracht: Diesmal soll durch einige Maßnahmen die Situation für die Schüler und Anwohner des Rothweges verbessert werden.

„Man lässt uns seit vielen Jahren mit unseren Sorgen alleine“, sagtebei einem „Brennpunktabend“ im September Monika Joosten, als sich Bewohner des Rothweges und einiger anliegenden Straßen unter anderem über den Durchgangsverkehr, die Stauumfahrungen, über die vielen Lkw, über zu hohe Geschwindigkeiten oder über so manch gefährliche Situation beim Hol- und Bringverkehr vor der Grundschule an der benachbarten Pappelallee beklagten. Daraus wurde jetzt der Bürgerantrag, der aller Voraussicht nach in der Sitzung des Planungsausschusses am 22. Januar (im Technischen Rathaus in Neersen, Beginn 18 Uhr) behandelt wird.

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Der Antrag umfasst mehrere Punkte. So möchte der Verein erst einmal zur genauen Feststellung der Menge der Fahrzeuge und des gefahrenen Tempos auf diesem Schulweg verlässliche Daten, spricht sich für einen Zeitraum von mindestens vier Wochen für anonyme und repräsentative Zählungen aus. Außerdem soll auf dem Rothweg eine „Tafel“ installiert werden, die jedem motorisierten Verkehrsteilnehmer die gefahrene Geschwindigkeit anzeigt. Diese Zählungen wünscht sich die Initiative auch für die Lkw, die nach wie vor in vielen Fällen das generelle Durchfahrtsverbot missachten und den Rothweg auf dem Weg von Mönchengladbach nach Schiefbahn als Ausweichstrecke nutzen, um den Stau am Schwarzen Pfuhl zu umfahren. Daher sollten auf dem Rothweg entsprechende Verbotsschilder angebracht und die Einhaltung durch Polizei und Ordnungsamt kontrolliert werden.

Mancher Autofahrer, so die Initative, trete auf dem Rothweg zwischen den Fahrbahnverengungen erst recht aufs Gaspedal, um diese Engstellen vor dem Gegenverkehr zu passieren. Dazu wird beantragt, das Verkehrszeichen „Dem Gegenverkehr Vorrang gewähren“ aufzustellen und durch zusätzliche Poller das Befahren der Bürgersteige zu verhindern.

Außerdem spricht sich der Verein für mehr Schülerlotsenstellen, einen sicheren Schulweg und – wie offenbar in Schiefbahn praktiziert – für einen „Laufbus“ aus, damit die Einzelfahrten vieler Eltern, die ihre Sprösslinge zur Grundschule bringen und abholen, reduziert werden. Ferner seien Einbahnstraßenregelungen zu prüfen.

Moniert wurde außerdem, dass die Busse, die die Besucher zu den Aufführungen der Schlossfestspiele bringen, zum Teil entlang des Schloss-Parkplatzes auf dem Rothweg parken, also dadurch Bürgersteige und Teile der Fahrbahn blockieren. Dazu steht im Antrag: „Dieser Reisebusverkehr zu den Festspielen sollte angewiesen werden, die Besucher an den Bushaltestellen Hauptstraße aussteigen zu lassen und einen durch die Stadt ausgewiesenen Busparkplatz anzufahren.“ Nach den Vorstellungen der Initative „Verkehr Neersen“ sollten die Besucher dann wieder an den Bushaltestellen zusteigen.