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Robert-Schuman-Europaschule in Willich hat jetzt eine "McArena"

Robert-Schuman-Europaschule : Premiere für erste „McArena“ in Schule

Die Robert-Schuman-Europaschule ist die erste Schule in Deutschland, die eine „McArena“ hat. Die 450.000 Euro teure Halle wurde am Donnerstag offiziell übergeben. Der Schulhof soll aber noch weiter aufgewertet werden.

Natürlich wurde auch das obligatorische rote Band durchgeschnitten, doch Tore und bereitgelegte Fußbälle weckten das Kind in Mann und Frau und standen im Mittelpunkt des Interesses, als am Donnerstagvormittag die neue Freiluft-Sporthalle von der Willicher Stadtverwaltung offiziell an die Robert-Schuman-Europaschule übergeben wurde. Schulleiter Burkhard Brörken stellte sich ins Tor, Vertreter von Verwaltung und Politik zeigten, was sie fußballerisch draufhaben.

Auf einer Grundfläche von 30 mal 15 Metern, ausgelegt mit einem umweltfreundlichen Kunstrasen, der ohne Granulat auskommt, bietet die Halle der Firma „McArena“ aus dem baden-württembergischen Backnang den Schülern von nun an ausreichend Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. „Wir haben ein Nutzungskonzept für den gesamten Schulalltag, also von 8 bis 17 Uhr erarbeitet“, sagte Schulleiter Brörken. Sowohl im Sportunterricht als auch in den Pausen soll die Halle genutzt werden.

Und das wird sie mit Sicherheit: „Als wir unsere Schüler nach ihren Wünschen für das Hallenzubehör gefragt haben, haben sie gestrahlt. Sie haben viele Kinder glücklich gemacht“, sagte Schülersprecherin Leonie Bayerle und bedankte sich im Namen der Schüler mit selbst gestalteten, gerahmten Plakaten bei den Vertretern von Politik und Verwaltung – und auch bei der ehemaligen Schulleiterin Ute Will-Nieding, die das Projekt seinerzeit mit angestoßen hatte. Der Dank der Schüler ging auch an den Förderverein, der 4500 Euro für Sportgeräte, die in der neuen Halle genutzt werden können, zur Verfügung gestellt hat.

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28 solcher Hallen hat die Firma „McArena“ in Deutschland inzwischen errichtet, die in Willich ist allerdings eine Premiere: Sie ist die Erste, die auf einem Schulgelände aufgestellt wurde. Auch Sportvereine sollen die Halle in gewissem Rahmen nutzen dürfen, bisher habe sich die Nachfrage aber noch in Grenzen gehalten, sagte die zuständige Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger. „Aber das wird sich jetzt, da die Halle steht und begutachtet werden kann, vielleicht noch ändern.“

Am 2. Dezember ist die Halle nach rund zwölf Wochen Bauzeit fertig geworden, die veranschlagten Kosten von 450.000 Euro sind dabei fast eingehalten worden, wie Bauleiter Andreas Kübler sagte. Lediglich 12.000 Euro habe man mehr ausgeben müssen, weil es Probleme mit dem Boden gab und 15 Zentimeter tiefer ausgeschachtet werden musste als vorgesehen. Laut Bürgermeister Christian Pakusch ist die Investition in die Halle gut angelegtes Geld – „aber nur der erste Akt, wir wollen im Außenbereich der Schule noch ein Scheibchen drauflegen“. So soll demnächst neben der Halle noch ein Fitness-Parcours entstehen, einige Holzhütten zur Kommunikation wurden bereits aufgestellt.

Dass es die Freiluft-Halle auf dem Gelände der Schule nun gibt, ist vor allem der Eigeninitiative der Schule zu verdanken. Bereits 2018 hatten Schüler, Lehrer und Eltern ein Konzept entwickelt, wie das stark in die Jahre gekommene Außengelände der Schule mit seinen drei Schulhöfen aufgewertet werden könnte. Denn damals waren die Außenanlagen der Schule bereits 26 Jahre alt. Mit der Sanierung hatte man lange gewartet, weil zuerst die Kanäle erneuert werden sollten. Die Kanäle wurden dann auch saniert, aber dank modernerer Technik erfolgte dies unterirdisch, Erdarbeiten waren daher nicht notwendig, und der Schulhof blieb, wie er war.

Kernelement des von der Schule vorgestellten Konzepts war die „McArena“ – und mehrere Dutzend Schüler warben in der Dezembersitzung des Willicher Stadtrats, in der der Haushalt beschlossen wurde, dafür, das Geld bereitzustellen. Die Politiker waren sich zwar im Grundsatz einig, dass die RSE die Halle bekommen soll, über das Wie gab es in den folgenden Monaten aber immer wieder Diskussionen. Aber das ist jetzt Schnee von gestern. „Willich ist für Schulen ein gutes Pflaster, wir haben einen hohen Standard“, sagte Schulleiter Brörken. „Die Unterstützung durch Verwaltung und Politik ist für uns wichtig, und wir können uns drauf verlassen.“