Praetor: Politik investiert in Albert-Schweitzer-Schule Anrath

Schulausschuss : Praetor: Politik investiert in Albert-Schweitzer-Schule

Dass die Albert-Schweitzer-Grundschule (ASS) in Anrath immer wieder i-Dötzchen ablehnen muss, weil sie räumlich aus allen Nähten platzt, sorgt in der Politik für Verdruss.

In der jüngsten Sitzung stellte die zuständige städtische Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger klar, dass sich die Politik im Februar ausdrücklich gegen einen Anbau, der für die Schaffung einer zusätzlichen Ersten Klasse nötig wäre, entschieden habe. Dem Ausschuss-Vorsitzenden Merlin Praetor (Grüne) ist es allerdings wichtig, deutlich zu machen, dass durchaus in die Grundschulen investiert wird – auch in die ASS.

Der Willicher Schulausschuss habe im Februar 2019 ein Grundschulausbauprogramm auf Basis des Raumprogramms, das die Verwaltung mit den Schulen entwickelt hat, auf den Weg gebracht, das mehrere Millionen Euro schwer sei. „Genauer gesagt: 3,8 Millionen Euro wurden als Investitionsausgaben beschlossen. Am Ende werden es vermutlich mindestens vier Millionen Euro sein. Davon hat die Albert-Schweitzer-Schule im ersten Aufschlag 680.000 Euro erhalten, danach wurde die Summe noch einmal wegen gestiegener Kosten erhöht. Die baulichen Veränderungen sind mit der Schule abgesprochen und sollen zum Schuljahr 2021/22 bereitstehen“, sagt Praetor. Konkret soll die ASS unter anderem einen 60 Quadratmeter großen Mehrzweckraum, zwei je 30 Quadratmeter große Inklusionsräume und zwei neue Toiletten erhalten. Man könne also nicht sagen, die Politik habe nicht in die Schule investiert, sagt Praetor.

Zudem habe die Verwaltung in ihrer Vorlage zur Februar-Sitzung 2019 und mündlich sinngemäß lediglich darauf hingewiesen, dass wenn die Politik noch mehr Schulraum an der ASS wünschte, womöglich eben dieser Raum irgendwann leerstehen könnte und ein solcher Vorschlag unter Kostenaspekten von der Verwaltung nicht vertretbar wäre, sagt Praetor weiter. „Die Politik ging zu diesem Zeitpunkt davon aus, zum Schuljahr 2020/21 würden vom Platz her drei Klassen gebildet werden können, weil drei Klassen abgehen und somit drei Klassenräume frei werden.“ Dass dieser dritte Raum zu einem Raum für die Offene Ganztagsschule (OGS) umgewandelt werden soll, sei zu diesem Zeitpunkt in der Politik überhaupt nicht bekannt gewesen. „Gemeinhin gingen alle davon aus, dass zum Schuljahr 2020/21 keine akuten Raumprobleme bestehen dürften und eben zum Schuljahr 2021/22 die Baumaßnahmen abgeschlossen sein und greifen dürften. Es sah nach Entspannung aus, der Ausschuss hatte das Gefühl, seine Hausaufgaben gemacht zu haben im Sinne von Steuerzahlern und Eltern“, sagt Praetor und betont, dass die Politik als nächstes das OGS-Konzept angehen müsse – „also an den Rahmen. Das ist das Nadelöhr.“

(msc)
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