Tönisvorst: Pfarrer Gerndt fällt länger aus

Tönisvorst: Pfarrer Gerndt fällt länger aus

Der erkrankte Tönisvorster Pfarrer Klaus Stephan Gerndt wird auch über Ostern nicht arbeiten können. Das sagte gestern das Bistum Aachen. Vertretungsdienste muss nun zunächst die Gemeinschaft der Gemeinden organisieren.

Der St.Huberter Pfarrer Pero Stanusic war in den vergangenen Tagen verstärkt in der Pfarre St.Cornelius im Einsatz. Er leitet die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Kempen-Tönisvorst, zu der die vier zum Bistum Aachen gehörenden Pfarren in den Städten Kempen und Tönisvorst gehören. In dieser Funktion ist zunächst er es, der Vertretungsdienste organisieren muss, wenn ein Priester ausfällt. Seit gestern früh weiß Stanusic, dass er auch über den Sonntag hinaus für den seit dem Wochenende erkrankten Pfarrer von St.Cornelius in St.Tönis, Klaus Stephan Gerndt, Ersatz organisieren muss.

Bistum sagt Hilfe zu

Bernd Dickmeis, in der Hauptabteilung Pastoral, Schule, Bildung im Aachener Generalvikariat zuständig für die Begleitung und den Einsatz des Seelsorgepersonals in Gemeinschaften der Gemeinden, hatte Stanusic gestern morgen informiert, dass Pfarrer Gerndt krankheitsbedingt auch über Ostern nicht einsatzfähig ist. Zunächst sollten die in der GdG tätigen Priester den Ausfall kompensieren, sagt Dickmeis. Er habe Pfarrer Stanusic aber zugesagt, dass das Bistum weitere Vertretungsdienste organisieren werde, sollte es an den Osterfeiertagen zu Engpässen kommen.

Die werden auftreten, ist Stanusic sicher. Daher hatte er sich vorsorglich an das Generalvikariat gewandt. In dieser Woche hätten die in der GdG tätigen Priester die Gottesdienste in St.Cornelius übernehmen können. Lediglich eine Schulmesse habe ausfallen müssen, sagte Stanusic. Die Vertretungsdienste nur mit den in Kempen und Tönisvorst tätigen Priestern auch über die Kar- und Ostertage aufrecht zu erhalten, sei aber nicht möglich, sagt der GdG-Leiter. Die Pfarre St.Cornelius kündigt in ihrem Pfarrbrief an, dass sie wegen Gerndts Erkrankung nicht mehr in der Lage sei, die Gottesdienste im gewohnten Umfang anzubieten.

Wie Bernd Dickmeis sagt, werden die GdG im Bistum nicht umhin kommen, wegen sinkender Priesterzahlen die Zahl der Gottesdienste zu reduzieren. Pfarrer Stanusic kündigt an, dass auch innerhalb der GdG Kempen-Tönisvorst diese Frage auf der Tagesordnung steht. Ob vom Priester geleitete Gottesdienste ersatzlos ausfallen oder durch priesterlose Gottesdienste ersetzt werden, ist Sache jeder GdG, sagt Dickmeis.

Vertretungen werden schwieriger

Dickmeis räumt ein, dass es wegen der sinkenden Priesterzahlen in Zukunft schwieriger werde, Vertretungsdienste für erkrankte Priester zu organisieren. Um Überlastungen der Priester zu vermeiden sei daher eine Reduzierung von Gottesdiensten, denen ein Priester vorstehe, unumgänglich.

(RP)