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CDU-Neujahrsempfang in Neersen: Pakusch fordert zu Engagement auf

CDU-Neujahrsempfang in Neersen : Pakusch fordert zu Engagement auf

Der Wahlefeld-Saal in Neersen war gestern gut gefüllt: Traditionell begannen die politischen Neujahrsempfänge mit dem der Willicher CDU. Der Parteivorsitzende Christian Pakusch begrüßte Vertreter vieler Vereine, der Freiwilligen Feuerwehr, der Schützen und der anderen Parteien, den CDU-Bundestags-Abgeordneten Uwe Schummer sowie Stefan Berger als Landtagsabgeordneten und Kandidaten für die Europawahl.

Pakusch zeigte sich angesichts der zahlreichen Besucher „zuversichtlich“ für das Engagement in der CDU und in der Stadt in diesem Jahr. „Der persönliche Einsatz des Einzelnen ist wichtig“, appellierte er an die Besucher, sich weiter einzubringen.

Im Rückblick auf 2018 hob Pakusch die Bedeutung der Proteste gegen rechts von 75 000 Menschen in Chemnitz hervor und kritisierte „das Handeln eines viel zu hoch dotierten Beamten“. Positiv sei die durchgängig niedrige Arbeitslosenrate von 2,3 Millionen Menschen in 2018 und mit Bezug auf die Stadt meinte er: „Gerade weil es in der Welt so schrecklich ist, ist es wichtig, dass wir uns in Willich vor Augen halten, wie gut es uns geht“. Er freute sich, dass der Haushalt 2018 mit einem positiven Ergebnis abschließt und dass die Stadt so gut dastehe wie schon lange nicht mehr.

Für 2019 sah der CDU-Parteivorsitzende große Aufgaben: Der ÖPNV müsse ausgebaut und die Digitalisierung vorangetrieben werden. Der Glasfaserausbau sei dabei auch Sache des Staates im Rahmen des Straßenausbaus und gerade für ländliche Regionen wie Willich wichtig. Auch die Verbesserung der medizinischen Versorgung sei wichtig. Als weitere Themen nannte Pakusch die Bereiche Verkehr und Verbesserung des Radwege-Netzes, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und die Sanierung des Marktplatzes in Alt-Willich. Zum Thema Verkehr in Neersen sah Pakusch den Kreis in der Pflicht: Das Problem sei die illegale Durchfahrt der Lkw – und das war für ihn über Kontrollen bekämpfbar.

Das politische Handeln müsse sich „am gesunden Menschenverstand orientieren. Wenn es uns gelingen sollte, schneller und verständlicher zu werden, ist das eine gute Ausgangslage“. Pakusch begrüßte auch die frühere Technische Beigeordnete Martina Stall und ihren Nachfolger Gregor Nachtwey. Er überreichte Martina Stall Reiselektüre für ihren Ruhestand.

Bürgermeister Josef Heyes war nicht ganz so zuversichtlich: Ihn stimmt besorgt, dass aus Kreisen der Arbeitsagentur und der Wirtschaftsverbände zu hören sei, dass viele Unternehmen fragen, wie sie Kurzarbeitergeld beantragen müssten. Heyes lobte das Engagement der Sternsinger, die ihn vor einigen Tagen im Rathaus besucht hatten, und betonte, wie wichtig für die Stadt der Ausbau der internationalen Beziehungen sei. Kritisch sah er die pauschale Verurteilung der Diesel-Fahrzeugtechnik und bezeichnete die neue Datenschutzgrundverordnung als „zu weit getrieben“.