Tönisvorster engagiert sich für Action Medeor Fotokalender für 2024 zeigt Schönheit des Niederrheins

Tönisvorst · Über 10.000 Bilder vom Niederrhein hat Norbert Stammnitz aus Tönisvorst bereits gemacht. Seit sechs Jahren erstellt er daraus Fotokalender, die er für den guten Zweck verkauft. Der Erlös des Kalenders für 2024 kommt dem Medikamentenhilfswerk Action Medeor zugute.

 Eines der Bilder im Kalender: der Borner See in Brüggen. Wolken, Wasser, Farben, alles ist naturgetreu und nicht bearbeitet.

Eines der Bilder im Kalender: der Borner See in Brüggen. Wolken, Wasser, Farben, alles ist naturgetreu und nicht bearbeitet.

Foto: Norbert Stammnitz

Wenn der Tönisvorster Norbert Stammnitz über seine Kalender spricht, sind Feuer und Begeisterung spürbar. Der bald 80-Jährige sprüht vor Energie, wenn es um die selbst gemachten Fotos geht. „Für mich ist es die Beschäftigung, seit ich nach einer Operation schlagartig in Rente gehen musste. Irgendwann habe ich angefangen, Kalender für Freunde zu machen, und seit sechs Jahren sammle ich damit Spenden“, sagt er.

Seine Kalender sind erhältlich bei der Tönisvorster Buchhandlung an der Hochstraße 49 in St. Tönis und beim Gemeindebüro der evangelischen Kirche an der Hülser Straße 57a. „Ich habe 100 Kalender komplett auf eigene Kosten produziert. Jeder Cent, der rein kommt, geht an Action Medeor. Ich hoffe, dass auch dieses Mal mindestens die Druckkosten rein kommen, sonst hätte ich diese ja besser direkt gespendet“, sagt der Rentner.

Für Stammnitz sind seine Werke Hilfe, aber auch Freude. „Ich selbst freue mich, wenn sie anderen Menschen Freude machen. Dazu kommt der gute Zweck, und ich möchte auch zeigen, wie schön unsere Natur ist, wie schützenswert unser Planet und alles, was darauf ist“, betont er. Auch möchte er zeigen, „dass man nicht immer weit weg fliegen muss. Auch vor der Haustür gibt es wunderschöne Orte. Ich stelle und bearbeite meine Bilder nicht, sondern fange ein, was ich schön finde – und das ist sehr viel“, erzählt er.

Sein Kalender für das neue Jahr stellt das „Wasserparadies Niederrhein“ in den Mittelpunkt. „Alle Bilder, die ich für dieses Jahr ausgewählt habe, handeln von diesem Thema. Die Bearbeitung ist minimal, wenn überhaupt vorhanden. Sie zeigen einfach unseren Niederrhein, wie er ist: schön und malerisch“, betont er. Motive fand er an Maas, Schwalm, Nette, Niers. Nun hofft Stammnitz, dass die 100 Kalender-Exemplare Käufer finden. „Ich würde mich freuen, wenn die weggehen. Wenn ich noch welche nachdrucken müsste, wäre es natürlich grandios. Also könnte man es neudeutsch als ‚Challenge‘ an die Niederrheiner betrachten“, sagt er lachend.

(svs)
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