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Neue Studie zur Verlängerung der Regiobahn

S 28 : Neue Studie zur Verlängerung der Regiobahn

Die Regiobahn S28 soll jetzt endlich Fahrt aufnehmen – und zwar vom bisherigen Endpunkt Kaarst über Haltepunkte in Schiefbahn und Neersen bis nach Viersen. Seit vielen, vielen Jahren ist diese Streckenverlängerung schon im Gespräch.

Der Kreis Viersen hat bereits mehrere Untersuchungen in Auftrag gegeben, die der Regiobahn-Verlängerung den Weg ebnen sollten. Allerdings scheiterte die Umsetzung bisher am Widerstand aus Mönchengladbach, wo ein Teil der Strecke verlegt werden würde. „Der Kreis Viersen ist mit dem NRW-Verkehrsministerium im Gespräch, die weitere Planung für die Verlängerung auch ohne einen regionalen Konsens zu ermöglichen“, so Andreas Budde, Dezernent für Planung, Bauen und Umwelt des Kreises Viersen. „Trotzdem wollen wir einen erneuten Anlauf wagen und erarbeiten momentan mit der Dortmunder Planersocietät eine weitere Studie, die den verkehrlichen und volkswirtschaftlichen Nutzen und Mehrwert des Projekts für die gesamte Region darstellt.“ Im zweiten Quartal 2019 soll die Studie vorliegen. Das teilte er jetzt im Regionalausschuss Viersen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein mit.

„Die IHK-Umfragen zeigen: Der Fachkräftemangel wird auch für die Unternehmen im Kreis Viersen zu einem immer größeren Problem“, sagte Ausschussvorsitzender Andreas Böhm. Umso wichtiger sei ein leistungsfähiger Öffentlicher Personennahverkehr, „der den Kreis Viersen besser an die umliegenden Städte und Gemeinden anbindet“. Die Pendler-Studie der IHK Mittlerer Niederrhein und eigene Untersuchungen hätten gezeigt, dass „der Kreis Viersen von Pendlerströmen geprägt ist“, erläuterte Budde. „Vor allem nach Düsseldorf bestehen starke Verflechtungen.“ Die Streckenverlängerung der Regiobahn über den derzeitigen Endhaltepunkt in Kaarst bis nach Viersen hätte zahlreiche Vorteile: „Die Wohngebiete in Willich-Neersen und

-Schiefbahn würden durch zwei neue Haltepunkte an das Schienennetz angeschlossen. Bei einer komfortablen 20-Minuten-Taktung würde dies Pendlern nach Düsseldorf viel Reisezeit ersparen.“

Die Ausschussmitglieder sprachen sich im Anschluss an den Vortrag von Budde einstimmig für die Verlängerung der S 28 aus: „Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Botschaft im IHK-Bezirk transportieren und dafür werben“, so der Vorsitzende Andreas Böhm. „Die Regio­bahn ist pünktlich, zuverlässig und sauber, und sie ist ein Erfolgsmodell, von dem der Kreis Viersen als Wirtschaftsstandort stark profitieren würde“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz.

(msc)