1. NRW
  2. Städte
  3. Willich

Stadt Willich: Neue Räume für die Feuerwehr

Stadt Willich : Neue Räume für die Feuerwehr

Die Feuerwehrgerätehäuser in Schiefbahn und Neersen werden ab 2009 umgebaut und erweitert. Ordnungsamtsleiter Martin Zinnel und Kämmerer Willy Kerbusch stellten den Stand der Pläne und die Kosten vor.

Zu klein, zu wenige oder gar keine Duschen und Toiletten, fehlende Umkleideräume für die Löschzüge – die Negativliste für die Feuerwehrgerätehäuser in Schiefbahn und Neersen ist lang. In der Summe entsprechen beide Gebäude nicht mehr den DIN-Normen und den Anforderungen des Brandschutzbedarfsplanes. Dieses Übel will die Stadt Willich trotz knapper Haushaltsmittel im kommenden Jahr angehen. Denn wie wichtig die ehrenamtlich tätigen Freiwilligen Feuerwehrleute für die Stadt Willich sind, war allen Mitgliedern im Ausschuss für Gebühren, Abgaben und Satzungen klar.

Aktueller Standort optimal

Die Verwaltung habe in Schiefbahn zuerst überlegt, ob es finanziell günstiger wäre, den alten Standort am Steigerturm aufzugeben und an anderer Stelle ein neues Gebäude zu bauen, so Ordnungsamtsleiter Martin Zinnel. Da aber der jetzige Standort optimal ist – es wohnen ausreichend Löschzugmitglieder in einem Umkreis, der gewährleistet, dass bei einem Einsatz die „erste Bedienfrist“ (die vorgegebene Frist für das Eintreffen der ersten Gruppe am Einsatzort) eingehalten werden kann – wurde diese Überlegung aufgegeben.

  • Mario Hausmann hat eigentlich dauerhaft 400
    Materialknappheit trifft Fahrradbranche : Zwei Jahre warten auf ein Fahrrad im Kreis Viersen
  • In Anrath wurde das Glasfaser-Netz bereits
    Enttäuschende Resonanz auf Info-Abend : Viele Willicher wollen keinen Glasfaser-Anschluss
  • Im Kreis Viersen sind zwei Menschen
    Kreis Viersen : Zwei Menschen sterben nach Corona-Infektion

Stattdessen wird jetzt auf dem Grundstück, das der Stadt gehört, eine neue Halle an das bestehende Gebäude angebaut. Das soll die gesamte Bewegungssituation deutlich entspannen. Die Feuerwehrleute können auf einen Hof einfahren, dort parken, in die Umkleiden und dann zu den Fahrzeugen gehen, ohne dass sie sich gegenseitig in die Quere kommen, so Zinnel.

Im Anbau sollen ein neuer und größerer Unterrichtsraum, Dusche/Toilette und Umkleide für Damen, eine Teeküche und vier Fahrzeugstellplätze untergebracht werden. Das neue Gebäude soll mit Geothermie und Solartechnik ausgestattet werden – das bringe 75 Prozent Energiekostenersparnis. Der Zeitplan: 2009 sollen die Planungsarbeiten beendet werden, 2010 gebaut werden und 2011 soll die Fertigstellung mit Einrichtung erfolgen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,65 Millionen Euro.

Das Neersener Feuerwehrgerätehaus soll im kommenden Jahr ebenfalls einen Anbau bekommen – mit Toiletten, Duschen und Umkleiden jeweils für Damen und Herren sowie einem Aufenthaltsraum. 2013 sollen der Unterrichtsraum renoviert und vergrößert, ein Löschzugführer-Büro eingerichtet und zusätzliche Parkplätze angelegt werden. Diese Maßnahme wird 645 000 Euro kosten. Kämmerer Kerbusch teilte zudem mit, dass die Kosten für alle Baumaßnahmen „gedeckelt“ seien. Der Ausschuss verabschiedete die Planungen einstimmig. Alle waren sich einig, dass die Bauten notwendig seien. Hans-Joachim Donath (FDP) bezeichnete die Situation speziell in Neersen als „unwürdig.“ Frage des Tages

(RP)