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Stadt Willich: Neue Orangerie: Verträge unterzeichnet

Stadt Willich : Neue Orangerie: Verträge unterzeichnet

Ab Mai wird es im Vorwerk des Schlosses ganzjährig ein Restaurant mit rund 45 Plätzen geben. Im Außenbereich werden bis zu 100 Plätze zu finden sein. Die alte Orangerie wird neu ausgeschrieben - als Kiosk mit eingeschränkten Öffnungszeiten.

Eine bewegte Geschichte hat die Orangerie im Schlosspark Neersen hinter sich: Was als Kioskbetrieb begann, wuchs mit den Jahren immer weiter zu einem Restaurant heran. Doch das passte einem Nachbarn nicht, der sich belästigt fühlte. Gerichtsprozesse folgten, und der Gastronomiebetrieb konnte in diesem Ausmaß nicht weitergeführt werden. Besonders bitter für die Betreiberfamilie Berini/Buono: Ihr Restaurant an der Hauptstraße hatte sie wegen der immer weiter wachsenden Orangerie dichtgemacht. Nach dem Aus für die Orangerie war ihre Existenz bedroht. Doch nun wird ein neues Kaptitel aufgeschlagen - die Berinis und Vertreter der Stadt haben entsprechende Dokumente unterzeichnet.

Da ist zunächst der Vergleich, der einen Schadensersatz von der Stadt an die Berinis vorsieht. Denn die Stadt hatte - vereinfacht gesagt - den Gastronomiebetrieb genehmigt, ohne dafür eine rechtliche Grundlage zu haben. Über die Höhe des Schadensersatzes wollte keine der Parteien etwas sagen. Der zweite Teil des Termins im Büro des Bürgermeisters Josef Heyes betraf einen neuen Pachtvertrag. Denn die Familie Berini wird ein Restaurant im Vorwerk II des Schlosses eröffnen.

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Wenn alles gut geht, soll das Restaurant mit Außengastronomie am 1. Mai Eröffnung feiern. Die Technische Beigeordnete der Stadt, Martina Stall, und Massimo Buono sowie Salvatore Berini zeigten sich zuversichtlich, dass dieser Termin eingehalten werden kann: "Wir werden nach den Weihnachtsferien mit unseren Arbeiten beginnen", sagte Stall. Die Stadt wird sozusagen das Grundgerüst für das Restaurant stellen - samt Fettabscheider und einem denkmalverträglichen Dunstabzug. Die Innenausstattung und die Kücheneinrichtung wird die Gastronomenfamilie bezahlen. Die Investition dafür schätzt Buono auf etwa 100 000 Euro. Die Inneneinrichtung soll rustikal werden und zum Ambiente des Vorwerks passen. Im Inneren des Restaurants wird es etwa 45 Sitzplätze geben, hinzu kommen 100 Plätze im Außenbereich, der sich zwischen dem Vorwerk und dem Westflügel des Schlosses befinden wird, sodass die Festspiele und andere Veranstaltungen vor dem Schloss nicht gestört werden. "Die Forderungen des Festspielvereins wurden eins zu eins umgesetzt", sagte Martina Stall. Die Familie Berini wird zudem die Bewirtung der Festspielgäste übernehmen - der Festspielverein hatte vor einigen Jahren dafür eigens Pagodenzelte angeschafft.

Auch die alte Orangerie im Schlosspark soll weitergeführt werden - "allerdings als reiner Kioskbetrieb mit eingeschränkten Öffnungszeiten", sagte Martina Stall. Die rechtlichen Rahmenbedingungen ließen einfach nicht mehr zu. Die Ausschreibung soll im Januar erfolgen. Ob sich Interessenten finden, muss sich zeigen. Ursprünglich hatte auch die Familie Berini mit dem Gedanken gespielt, sich zu bewerben, doch laut Massimo Buono "werden wir das eher nicht tun". Da die Orangerie unter der Woche lediglich ab mittags und an den Wochenenden ab 11 Uhr geöffnet werden darf, würde das so wichtige Frühstücksgeschäft wegfallen. Und abends darf nur biss 22 Uhr geöffnet sein. "Das ist für uns nicht interessant", so Buono.

(RP)