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Stadt Willich: Neue Leiterin für Moosheide

Stadt Willich : Neue Leiterin für Moosheide

Sieben Monate nach dem plötzlichen Rücktritt von Andreas Dinkelmann hat das DRK für sein Seniorenzentrum in Willich eine neue Leiterin gefunden. Christa Lietzau hat gestern die Geschäftsführung übernommen.

Die Suche hat lange gedauert, aber jetzt ist sich der Landesverband Nordrhein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sicher, eine kompetente Führungspersönlichkeit gefunden zu haben. Christa Lietzau hat gestern die Geschäftsführung des DRK-Seniorenzentrums Moosheide in Willich übernommen. Ihr Vorgänger Andreas Dinkelmann war vor rund sieben Monaten zurückgetreten. Aus gesundheitlichen Gründen, sagt Detlef Schmidt, Leiter der Abteilung Wohlfahrtspflege beim DRK-Landesverband. "Sicherlich hätten wir uns viel eher eine Wiederbesetzung in der Heimgeschäftsführung gewünscht", sagt Schmidt. Man habe aber bei den ersten Bewerbern nicht die erforderliche Kompetenz und Führungserfahrung erkennen können.

Zwölf Jahre Führungserfahrung

Die bringt Christa Lietzau mit. Die 47-Jährige kann in der Altenhilfe auf zwölf Jahre Erfahrung in leitenden Positionen zurück blicken. Nach ihrem Sozialwissenschaften-Studium leitete die getrennt lebende Mutter von drei Kindern (18, 20 und 22 Jahre) die Altenhilfeplanung der Stadt Kamp-Lintfort. 2005 wechselte sie in die Fachbereichsleitung ambulante und stationäre Altenhilfe beim Caritasverband Moers-Xanten. Zuletzt leitete sie in dieser Position auch zwei vollstationäre Altenhilfeeinrichtungen in Kamp-Lintfort.

Bevor sie gestern ihren ersten Arbeitstag in Willich hatte, wurde die Einrichtung kommissarisch von Matthias Walbröl, Geschäftsführer eines DRK-Heimes in Bonn, mitbetreut. Einmal in der Woche kam Walbröl nach Willich, um unter anderem mit der Pflegedienstleitung Dinge abzustimmen. "Die Erleichterung, dass diese zusätzlichen Aufgaben für mich jetzt wegfallen, ist natürlich da", sagt Walbröl. Wichtiger sei ihm aber die Gewissheit, dass die Einrichtung nun in guten Händen sei.

Zum DRK-Seniorenzentrum, das Christa Lietzau nun leiten wird, gehört neben dem Seniorenhaus und dem betreuten Wohnen auch eine Sozialstation sowie der Hausnotruf. Zwei Schwerpunkten möchte sich die 47-Jährige mit ihrer Arbeit widmen: Demenz und Palliativbegleitung. "Nicht zuletzt aus demographischer Sicht ist Demenz auf dem Weg zur Volkskrankheit Nummer eins", sagt Lietzau. "Auf diese Entwicklung muss man auch stationär reagieren." Derzeit ist etwa ein Drittel der Senioren in der Einrichtung dement. "Tendenz steigend", merkt auch Matthias Walbröl an.

Schwerpunkt Demenz

Bevor die neue Leiterin der Einrichtung ihre Ideen umsetzen wird, geht es darum, ein Konzept, das die Pflegedienstleistung zur Betreuung Demenzkranker entwickelt hat, abzustimmen. "Dabei wird es unter anderem darum gehen, wie man die Patienten mehr persönliche Zuwendung erfahren lassen kann", sagt Detlef Schmidt.

(RP)