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Stadt Willich: Neersener Kunst-Werte

Stadt Willich : Neersener Kunst-Werte

Acht Angehörige der Künstlergilde Neersen stellen ab Freitag im Polizeipräsidium in Düsseldorf ihre Arbeiten zum Thema „Werte“ aus. Sie verbinden die Ausstellung mit einer Aktion gegen Kindersoldaten in aller Welt.

Das Auge des Gesetzes schaut gerne auf Kunst. So jedenfalls geht es den Mitarbeitern des Polizeipräsidiums in Düsseldorf. Im Foyer des Gebäudes am Jürgensplatz sind regelmäßig Kunstausstellungen zu sehen. Ab Freitag zeigen dort acht Mitglieder der Künstlergilde Neersen ihre Arbeiten zum Thema „Werte-Urteil-Vorurteil“. Für die Freizeitkünstler aus Willich und Umgebung ist es das erste Mal, dass sie in der Landeshauptstadt ausstellen.

Unterschiedliche Arbeitstechniken

Anlässlich der 1. Neersener Kulturtage gründete Werner Puhe im Jahr 1981 die Künstlergilde Neersen. Dieser Zusammenschluss von Neersener Freizeit-Künstlern aus verschiedenen Kunstgebieten und mit unterschiedlichen Arbeitstechniken zeigte über Jahre Ausstellungen im großen Sitzungssaal des Schlosses Neersen. 1993 löste sich die Künstlergilde auf, sie wurde aber vor elf Jahren wiederbelebt.

Vorsitzender des Vereins ist Uwe Richter. Der Polizist, der von Kindesbeinen an fotografiert und bei der Künstlergilde Fotoarbeiten zeigt, arbeitete mehrere Jahre im Polizeipräsidium Düsseldorf. Über ihn kam der Kontakt zur Künstlergilde zu Stande. Und so ergab sich die Möglichkeit, dass einige Angehörige der Gilde – darunter ist auch Richter – ihre Arbeiten bis zum 8. Februar im Präsidium zeigen. Richter stellt Fotos aus, unter anderem schwarz-weiß Bilder von Wolkenkratzern, in denen er bemerkenswerte Details durch digitale Bearbeitung farblich hervorhebt.

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Karin Lis aus Viersen wird ihre „Respektfeld“ genannte Bodeninstallation im Foyer aufbauen. Sie besteht aus unterschiedlich großen Kugeln aus Keramik, dem Spezialgebiet der Künstlerin. Besucher der Ausstellung bittet sie, in eine der Kugeln – „Schutzraumkugel“ genannt – Zettel zu werfen, auf die sie die werte schreiben, die sie respektiert sehen möchten.

Die Keramik-Künstlerin hat den Titel der Ausstellung vorgeschlagen, der zum Ausstellungsraum passen soll. Wichtig ist ihr, dass die Ausstellung „keine moralisierenden oder belehrenden Tendenzen hat, sondern Denkanstöße gibt, sich Werte bewusst zu machen“.

Angela Richter malt vor allem surreale Bilder in Öl, Acryl und mit Aquarellfarben. Die ausgebildete technische Zeichnerin interessierte sich schon immer für Grafik und Malerei. In einer längeren Familienpause widmete sie sich im Selbststudium intensiver mit der Malerei. Im Dezember vergangenen Jahres beendete sie einen Studienkurs Malerei und Grafik an der freien Kunstakademie Rhein/Ruhr in Krefeld.

(RP)