Neersen: Schlossfestspiele mit Best-Zahlen

Die Schlossfestspiele Neersen 2018 sind vorbei : Schlossfestspiele: Saison der Superlative

Gestern zogen Festspielverein und Intendant Jan Bodinus die Bilanz der Schlossfestspiele Neersen. Mit 26.798 Zuschauern und einer Auslastung von über 89 Prozent war die Jubiläumsspielzeit die beste Saison in 35 Jahren.

Gestern unterzeichnete Sabine Mroch, Vorsitzende des Festspielvereins, die Vertragsverlängerung für Intendant Jan Bodinus um drei Jahre. Bodinus, dessen Vertrag bisher bis 2020 lief, wird jetzt bis 2023 die Spielzeiten in Neersen gestalten. Die Entscheidung kam nicht überraschend, war die diesjährige Spielzeit im Jubiläumsjahr rundum spitzenmäßig. Mit fast 90 Prozent Auslastung und 26.798 Zuschauern - so viel wie noch nie (1008 mehr als die bisherige Spitze 2003) - war 2018 die Saison der Superlative.

Während vor dem Schloss bereits die Tribüne abgebaut wurde, strahlten die Verantwortlichen der Schlossfestspiele im Konferenzsaal des Technischen Rathauses um die Wette. „Die Festspiele sind vorbei, das gute Wetter auch“, zog Sabine Mroch, Vorsitzende des Festspielvereins, zufrieden Bilanz. Das grandiose Wetter hat nach Meinung der Festspiel-Macher den guten Zuspruch noch verstärkt. Nur in einer Vorstellung habe es einmal für elf Minuten geregnet. Und Intendant Jan Bodiuns konnte es sich nicht verkneifen, sich bei Bundestrainer Jogi Löw für die kurze deutsche Beteiligung an der Fußball-WM zu bedanken.

Von den drei Hauptstücken der Schlossfestspiele hat in diesem Jahr das Familienstück am meisten gepunktet. Mit 9687 Zuschauern und einer Auslastung von 96,87 Prozent führt „Das Dschungelbuch“ die Erfolgsliste an. Matthias Freihof und Sven Post haben das Stück inszeniert. Und weil Disney die Rechte für die bekannte Filmmusik nicht freigibt, gab es eine eigene Neersener Musikfassung. Nummer zwei ist „Charleys Tante“. Wegen der großen Nachfrage wurde noch eine Zusatzvorstellung angeboten, die auch in kurzer Zeit ausverkauft war. Mit insgesamt 19 Vorstellungen zu sonst 16 gab es mit der ersten Abendproduktion so viele Aufführungen wie noch nie. Insgesamt 9085 Zuschauer wollten die Inszenierung von Jan Bodinus mit Kalle Pohl in der Titelrolle sehen.

Die zweite Abendproduktion „Im weißen Rössl“ (Regie Lajos Wenzel) zog 4843 Zuschauer in den Bann, eine Auslastung von 69,19 Prozent. Im Laufe der Spielzeit hat diese Operette „extrem angezogen“. Eine festes Theater würde das Stück wiederaufnehmen,  Neersen kann das nicht, bedauerte Sabine Mroch. Die Bühne wird abgebaut, die Schauspieler sind bereits wieder in alle Winde verstreut. Bernd-Dieter Röhrscheid, Beisitzer im Festspielverein, erinnerte an die Anschaffung der neuen Technik, die Akustik habe einen Sprung gemacht.

Die Opern- und Operettengala ist wie jedes Jahr ein Selbstläufer, beide Vorstellungen waren ausverkauft. Einen tollen Zuspruch können auch die Impro-Battles aufweisen: 251 Zuschauer auf 300 möglichen Plätzen sind 83,67 Prozent Auslastung. Dank dazu gestellter Stühle hatten die Gartenlesungen sogar eine Auslastung von 105 Prozent. Geschäftsführerin Doris Thiel meldete Einnahmen von 407.498,50 Euro. Erfolg gab es auch beim Abstecher mit Charleys Tante bei den Burgfestspielen Mayen. „Die Leute standen am Schluss auf den Stühlen“, berichtete Jan Bodinus.

Neersen, Schlossfestspiele ImproBattle © Norbert Prümen Für die Publizierung dieses Fotos im Internet, oder anderen Medien (Druck oder elektronisch) bedarf es einer Lizenzierung. c/o: Norbert Prümen Straelenerstraße 34 47608 Geldern (+49)02831/1212188 (+49)0176/74286374. Foto: Norbert Prümen
Neersen Schlossfestspiele, Djungelbuch. Foto: Wolfgang Kaiser
Neersen, Schlosstheater: Charleys Tante © Norbert Prümen Für die Publizierung dieses Fotos im Internet, oder anderen Medien (Druck oder elektronisch) bedarf es einer Lizenzierung. c/o: Norbert Prümen Straelenerstraße 34 47608 Geldern (+49)02831/1212188 (+49)0176/74286374. Foto: Norbert Prümen
Freuten sich über eine sehr gute Spielzeit: Intendant Jan Bodinus (mit Hut), Geschäftsführerein Doris Thiel (gepunktete Bluse), Fördervereinsvorsitzende Sabine Mroch (2.v.l.) mit Mitgliedern ihres Vorstandes. Foto: Wolfgang Kaiser (woka)

Gute Zahlen kann aber auch der Verein Festspiele Schloss Neersen selber melden. Vorsitzende Sabine Mroch freut sich, dass sich in ihren vier Jahren an der Spitze des Vereins die Mitgliederzahlen von 106 auf 165 erhöht haben. Auch jüngere Mitglieder unter 40 hätten sich angemeldet.