Breitbandausbau in Willich Nachfragebündelung in Willich und Anrath wird verlängert

Willich/Anrath · Gut 20 Prozent der Haushalte in den Gebieten Anrath-Süd und Willich-West haben sich für einen Glasfaseranschluss eingeschrieben. Nötig sind 33 Prozent. Werden die nicht bis zum 16. Dezember erreicht, entfällt der Ausbau für alle.

 Peter Mackes und Hannes Zühlsdorff (v.l.) von der Bürgerinitiative Pro Glasfaser Willich hoffen, dass die Verlängerung der Nachfragebündelung erfolgreich ist.

Peter Mackes und Hannes Zühlsdorff (v.l.) von der Bürgerinitiative Pro Glasfaser Willich hoffen, dass die Verlängerung der Nachfragebündelung erfolgreich ist.

Foto: Pro Glasfaser Willich

Der Glasfaserausbau der Gebiete Willich-West und Anrath-Süd steht aktuell in Frage. Zum Ende des Nachfragebündelungszeitraums haben sich erst 21 beziehungsweise 22 Prozent der Haushalte für einen Anschluss angemeldet. Je 33 Prozent wären nötig, sonst findet kein Ausbau statt. Die Nachfragebündelung wurde nun vom Unternehmen Deutsche Glasfaser bis zum 16. Dezember verlängert.

„Wir sind weiter optimistisch. Es ist nicht das erste Mal, dass wir die Nachfragebündelung verlängern mussten. Auch in den anderen Willicher Ausbaugebieten ist das teilweise so gewesen. Bislang haben wir in Willich immer die nötige Schwelle erreicht. Aber klar ist: Wer Glasfaser haben möchte, der sollte sich jetzt und zeitnah melden“, sagt Murat Durmaz, der Projektverantwortliche beim Unternehmen Deutsche Glasfaser. Die Nachfragebündelung ist nötig, damit das Unternehmen den kostspieligen Ausbau wirtschaftlich sinnvoll angehen kann.

Durmaz freut sich dabei vor allem über die Unterstützung der Bürgerinitiative Pro Glasfaser Willich. „Sie tragen einen großen Anteil daran, dass wir bisher in den fünf Jahren der Zusammenarbeit überall in Willich die nötigen 33 Prozent erreicht haben, führen viele Gespräche und erklären den Menschen die Vorteile“, sagt er weiter.

Hannes Zühlsdorff von der angesprochenen Initiative hofft ebenfalls auf einen Erfolg in den beiden noch offenstehenden Gebieten. „Am Ende sind meines Eindrucks nach sehr viele Menschen interessiert an Glasfaser, aber sie kommen einfach nicht in die Aktion, sich hin zu stellen und zu sagen ‚ja, ich möchte einen Anschluss, ich unterschreibe‘. Es ist ein bisschen wie bei Wahlen: Alle wollen, dass sich Dinge ändern, aber viele gehen dann doch nicht zur Wahl“, sagt der Glasfaser-Aktivist, der als FDP-Willich-Parteichef auch politisch aktiv ist.

Sollte die nötige Quote bis zum 16. Dezember erreicht werden, würden vermutlich Ende 2024 die Bagger rollen. „Durch die Verschiebung verschiebt sich natürlich auch unsere Planung. Aber generell gehe ich davon aus, dass, wenn wir am 16. Dezember die Schwelle erreichen, neun bis zwölf Monate später die Bagger rollen und zwischen 18 und 20 Monate später die Anschlüsse geschaltet werden“, erläutert Durmaz. Genaue Zeitpläne seien derzeit noch nicht absehbar. „Die exakte Projektierung erfolgt, sobald wir wissen, dass wir auch wirklich bauen. Erst dann analysieren wir auch genau die Struktur des Gebiets wie beispielsweise Ein- und Mehrfamilienhäuser. Das spielt natürlich eine Rolle für die Kalkulation der Bauzeit“, erläutert Durmaz. Optmismus sei vorhanden, sagt er. „Sonst würden wir keine weiteren Kosten durch Vertriebsanstrengung auf uns nehmen. Aber jetzt heißt es: zuschlagen“, betont er nochmals.

(svs)