Museum "Kamps Pitter": Kappes geschabt und Skizzen gezeigt

Museum „Kamps Pitter“ : Kappes geschabt und Skizzen gezeigt

Die Tradition des Kappesschabens und das Einlegen und Einstampfen in entsprechenden Tontöpfen, den sogenannten „Döppen“, wurden am Offenen Sonntag im Oktober bei strahlendem Sonnenschein im Museum „Kamps Pitter“ in Schiefbahn gezeigt.

Für die Sauerkrautherstellung ist frischer, fester Weißkohl am besten geeignet. Nach dem Entfernen der äußeren Blätter muss der Weißkohl fein gehobelt werden. Das beherrschen perfekt Gerd Wynands und Konny Hohnstein. Dann wird das Kraut in sogenannten Döppen (Steinguttöpfen) abwechselnd mit Salz geschichtet. Jede Schicht des Sauerkrauts muss so lange „gestampft“ werden, bis die austretende Flüssigkeit den Weißkohl überdeckt. Auch hier wurden viele Kräfte mobilisiert, unter anderem von zahlreichen Besuchern, die tatkräftig geholfen haben, und vielen Kindern, die sichtlich Spaß daran fanden. Monika Gohr achtete streng auf die Zugaben von Salz, Wacholderbeeren, Lorbeerblättern und Wein.

Nun ist die erste Arbeit getan und der Weißkohl wird im Steintopf mit einem sauberen Tuch bedeckt, mit einem Gegenstand beschwert und an einem kühlen Ort gelagert. Das geschieht bei den Heimat- und Geschichtsfreunden Willich im Schuster- beziehungsweise Waschhaus. Einmal pro Woche wird dann das Tuch gewechselt und der Gärprozess beobachtet. Nach gut sechs Wochen ist die Gärung abgeschlossen und das Sauerkraut verzehrfertig. Das Kraut wird dann im Januar gekocht und zum Verzehr im Museum angeboten – und zwar am Sonntag, 19. Januar, ab 12 Uhr.

Im temporären Ausstellungsraum zeigten die Heimat- und Geschichtsfreunde Willich außerdem die Originale des neuen Kalenders „Willicher Skizzen“ für 2020. Die Motive aus allen vier Willicher Stadtteilen wurden von Peter Schmitz aus Willich zum fünften Mal in Folge für einen Kalender skizziert. Ab sofort ist er für 14 Euro in den Willicher Buchhandlungen, in Willich, Schiefbahn und Anrath erhältlich. Die Motive gibt es auch in Postkartengröße zum Preis von 1 Euro pro Stück.

Mehr von RP ONLINE