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Stadt Willich: Mittagessen kommt nach Hause

Stadt Willich : Mittagessen kommt nach Hause

Seit Jahren gibt es am Hubertusstift einen offenen Mittagstisch. Nachfragen, ob das Essen auch nach Hause geliefert werden könne, haben die Heimleitung veranlasst, ab Februar einen fahrbaren Mittagstisch anzubieten.

In der Küche laufen die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. Die schwarzen Boxen stehen bereit, die Plätze für die Essensverteilung sind schon hergerichtet. Ginge es nach Ralf Tissen und Christian Bacht könnte das Projekt „Fahrbarer Mittagstisch“ wohl schon morgen starten. Die beiden leiten die Küche des Hubertusstift in Schiefbahn. Rund 300 Mahlzeiten werden in ihrem Reich täglich zubereitet. Ab Februar sollen noch einige dazu kommen. Dann startet das Alten- und Pflegeheim das „Essen auf Rädern“.

Täglich kommen 30 Leute

„Wir wollen unser Angebot nicht nur auf den vollstationären Bereich konzentrieren“, sagt Heimleiter Anton Deiringer. Derzeit gibt es 116 Plätze für pflegebedürftige ältere Personen, unter anderem zwei Wohngruppen speziell für Demenzkranke. Seit Jahren bietet das Heim schon einen offenen Mittagstisch für die Schiefbahner an. „Täglich kommen etwa 30 Personen“, berichtet Deiringer. Neben der warmen Mahlzeit steht für die meisten vor allem der Austausch mit anderen Bürgern oder den Bewohnern im Vordergrund.

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Anton Deiringer und sein Team bekamen immer wieder Nachfragen, ob das Essen nicht auch geliefert werden könne. „Das hat uns dazu veranlasst, es ab Februar zu versuchen“, so der Heimleiter. Die logistischen Voraussetzungen sind geschaffen. Ein Fahrzeug ist bestellt, die Materialien für den Essenstransport sind bereits vorhanden. „Wir haben einen Fahrer neu eingestellt, ein zweiter soll dazu kommen, weil wir auch am Wochenende ausfahren“, sagt Deiringer. Er rechnet zu Beginn mit etwa 20 Kunden, die das Angebot nutzen. „Wir wollen diejenigen erreichen, die zum Beispiel krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen nicht mehr mittags zu uns kommen können“, so der Heimleiter. Das Angebot soll sich dabei eindeutig auf Schiefbahn und Wekeln beschränken, eventuell noch Niederheide.

Das Hubertusstift ist derzeit dabei, das Angebot bekannt zu machen. Es wird künftig einen wöchentlichen Speiseplan geben. „Dann kann man sich aussuchen, an welchem Tag man welches Gericht haben möchte“, sagt Deiringer. Zur Auswahl stehen neben einer gut bürgerlichen Mahlzeit, eine Schonkost-Variante sowie ein vegetarisches Gericht. Donnerstags und Sonntags kann auf Wunsch auch Kuchen mitgeliefert werden. Das Essen kommt hygienisch verpackt in einer Thermobox ins Haus, die am nächsten Tag leer wieder mitgenommen wird.

Das Schiefbahner Hubertusstift will mit dem neuen Angebot auch seine Rolle als Anlaufstelle für Hilfesuchende ausbauen. „Es ist wichtig, dass die Menschen sich für verschiedene Dienste nicht an ebenso viele verschiedene Stellen wenden müssen“, findet Deiringer. Im Laufe des Jahres soll an seinem Heim noch eine Tagespflege eröffnet werden. Frage des Tages

(RP)