Stadt Willich: Mit Teamgeist erfolgreich ans Ziel

Stadt Willich: Mit Teamgeist erfolgreich ans Ziel

Sie haben früher im Stahlwerk Becker stattgefunden, sind aber in diesem Jahr in den Konrad-Adenauer-Park umgezogen: Am Samstag fanden dort die Schützenspiele des Allgemeinen Schützen-Verein (ASV) Willich statt.

Nein, es ging nicht um olympische Ehren oder einen Weltmeistertitel - es ging um viel Spaß und einen nichtganz ernst gemeinten Wettkampf: Die Schützenzüge "os Elite" und "al te same" hatten am Samstag zu den vierten Willicher Schützenspielen eingeladen - in diesem Jahr in den Konrad-Adenauer-Park, damit die Wettkampf-Teilnehmer und die Zuschauer nicht wieder bis in das Stahlwerk Becker fahren mussten.

Ab 11 Uhr ging es um Teamgeist und Wettbewerb, denn die Wettkämpfe wurden alle als Team-Spiele organisiert. Die Ideen der Schützen waren vielfältig: So gab es im Biathlon (Schießen und Laufen) natürlich den Wettbewerb am Schießwagen des ASV, aber auch ganz andere Ideen: Eine Herausforderung an die Koordination und den Teamgeist war zum Beispiel das "Team-Skilaufen", berichteten Sebastian Knöfel, Nils van der Velden, Christian Barkow sowie Andreas und Mathias Grütters vom Team "Die lustigen 2000er". Trotzdem legten sie im Wettbewerb der insgesamt sieben Teams - davon zwei Vogelträger-Teams mit altersangepassten Herausforderungen - die hervorragende Zeit von 1,16 über 20 Meter hin: "Das war super!" Weniger gut waren sie dagegen beim "indonesischen Wasser-Staffellauf", als es darum ging, Wasserbecher auf dem Kopf zu balancieren, damit einen Parcours zu bewältigen und dann möglichst viel in die Zieleimer zu bringen. Obwohl es für die Wasserträger extra mit einem flachen Brett präparierte Schutzhelme gab, war das Minimal-Fazit der Fünf: "Wasser können wir nicht, aber wir sind nicht nass geworden".

Weitere Disziplinen waren Fassrollen oder Hufeisen-Werfen und Fußball mit verbundenen Augen: Dabei ging es darum, anhand der Glöckchen im Ball zu erkennen, in welche Richtung der Ball fliegt und ihn dann zu fangen. Auch ein Wissenstest war Teil des Wettbewerbs: Für die Erwachsenen-Gruppen ging es um Fragen zur Willicher Geschichte, die Vogelträger mussten Fragen zu altersentsprechenden Themen beispielsweise aus Harry Potter beantworten, schilderte Stephan Merks (os Elite).

Letzter Wettbewerb des Tages war das Fangen roher Eier - aus gutem Grund: Sie landeten natürlich längst nicht alle sicher in den Händen der Fänger und das Gras auf der Wiese wurde etwas in Mitleidenschaft gezogen. Dazu hatten die Schützen für ausreichend Würstchen, Kuchen und Getränke gesorgt, "das ist wie ein aktiver Frühschoppen", fasste Sebastian Knöfel zusammen.

Die Züge hatten außerdem noch eine Überraschung für die Vogelträger vorbereitet: Os Elite hatte den Erlös des vom Zug organisierten Poker dafür verwendet, das etwas ramponierte Blumenhorn der Vogelträger neu stecken zu lassen, dazu erhielt die Gruppe einen Ständer, damit das Horn über das Jahr hinweg nicht einfach auf dem Boden liegen muss.

Neben jeder Menge Spaß bis gegen 16 Uhr gab es dann allerdings doch Pokale und Medaillen für die Sieger: Platz Eins holte das Team der "Söllerschützen": Für sie war die vierte Teilnahme an den Spielen dann der ersehnte Erfolg. Auf Platz Zwei landete "immer blank" und Platz Drei ging an das Team der "Lustigen 2000er" und die "Undertakers" (eine Gruppe aus dem 2. Grenadierzug).

(djm)
Mehr von RP ONLINE