Mit einem schönen Familienfest beging das Familienzentrum Willich seinen 10. Geburtstag.

Neersen : Umweltstation: Ein Fest für Familien

Mit einem schönen Fest beging das Familienzentrum Willich seinen Geburtstag. Seit zehn Jahren bilden die städtische Kita Kantstraße, die evangelische Kita Willich und die Kita-Glückskinder einen Verbund.

Aus dem Holzbackofen im Garten der Eva-Lorenz-Umweltstation steigen nicht nur kleine Rauchwolken in den Himmel. Es duftet dabei auch gut. Verursacher sind die kleinen Vollwertbrötchen, die gerade aus dem Ofen gezogen werden. „Das ist meins, das habe ich geformt“, meint einer der Knirpse, die rund um den Outdoorbackofen stehen und es kaum erwarten können, die Ergebnisse in den Händen zu halten und probieren zu können. Denn jedes Kind hat sein persönliches Brötchen geformt. Während die einen voller Stolz ihre Backwaren, nachdem sie etwas abgekühlt sind, in den Händen halten, sind die nächsten Kinder mit dem Formen der Teiglinge beschäftigt.

In der großen elektrisch betriebenen Bratpfanne brutzelt es ebenfalls. Pfannkuchen mit und ohne Kräuter sind angesagt. Aber nicht nur hier geht es gesund zu. Die Raupe Nimmersatt steht auf der Verköstigungsliste, allerdings in Form von Erdbeeren und Trauben. Auf lange Holzstäbchen gespießt mutieren die roten Früchte mit zwei kleinen Holzpickern zum Kopf, während die Trauben als Körper folgen. „Als Familienzentrum sind wir für alle da. So feiern wir unseren Geburtstag mit einem großen Familienfest samt gesundem Essen“, sagt Monika Dax vom regionalen Caritasverband, die die Arbeit der sechs Verbund-Familienzentren in Willich koordiniert. Drei davon sind die städtische Kita Kantstraße, die evangelische Kita Willich und die Kita-Glückskinder. Zusammen bilden sie seit nunmehr zehn Jahren einen Verbund. Das war Anlass für das Familienfest.

Vor dem Hintergrund, dass die Natur seit Jahren ein verbindendes Thema zwischen den drei Kitas ist, fiel die Entscheidung, in der Natur zu feiern. „Natur und Nachhaltigkeit spielen in allen Einrichtungen eine große Rolle“, sagt Martin Pimpertz von den Glückskindern. Gemeinsam Nisthilfen für Vögel, Wildbienen und Fledermäuse bauen, Aktionen im Botanischen Garten und mit der Naturtrainerin vom Nabu – die Liste der Aktivitäten ist in allen Kitas lang.

Eine weitere Gemeinsamkeit sind die interkulturellen Angebote. Eltern aus verschiedenen Nationen kommen miteinander in Kontakt, beim internationalen Kochen oder im interkulturellen Café. Wobei dort die Kaffeezubereitung im Mittelpunkt steht. Die Cafébesucher zeigen nämlich, wie das beliebte Getränk in ihrem Herkunftsland zubereitet wird.Bei der Ausstellung „Kultur pur“ wurden landestypische Gegenstände präsentiert.

Familienzentren nehmen die gesamte Familie in den Blick. Über die Aufgaben einer Kita hinaus bieten sie Beratungs- und Bildungsmöglichkeiten an, die auf den Bedarf der Familien vor Ort abgestimmt sind. So hält unter anderem die Erziehungsberatung der Stadt monatlich in jeder Kita eine offene Sprechstunde ab. Die Hemmschwelle für einen Besuch ist niedrig. Viele Eltern nutzen das Angebot der Beratung, weil sie die Kita kennen und ihnen die Räumlichkeiten vertraut sind. Für die Mitarbeiter bringt der Verbund und die damit eingehende Vernetzung ebenfalls zahlreiche Vorteile mit sich. So können Inhouse-Veranstaltungen mit verschiedenen Dozenten angeboten werden. „Vom Austausch untereinander profitieren wir alle“, sagt Gabriela Braun von der Kita Kantstraße.

Beim Familienfest stand hingegen ganz allein der Spaß im Mittelpunkt. Sich einmal nach Wunsch schminken lassen, Mandalas mit Naturmaterialien legen, die umliegenden Naturpfade ausprobieren – die zahlreich erschienenen kleinen und großen Besucher hatten jede Menge Spaß.

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