Mobilität Mehr E-Ladestationen in Willich

Willich · Willicher Bürger sind aufgerufen, im Internet ihren Wunschstandort für eine Ladesäule für Elektro-Autos anzugeben. Auch die Infrastruktur für E-Bikes soll besser werden.

 Das Elektro-Ladesäulennetz in Willich soll möglichst flächendeckend werden.

Das Elektro-Ladesäulennetz in Willich soll möglichst flächendeckend werden.

Foto: dpa/Robert Michael

Der Willicher Planungsausschuss hat Ideen zur Verbesserung der Lade-Infrastruktur für Elektro-Fahrzeuge besprochen. Die Ausschussmitglieder nahmen die Ausführungen der Verwaltung zu einer Beteiligung der Bürger zur Kenntnis. Die Verwaltung beauftragt ein Unternehmen, eine interaktive Karte zu erstellen, die etwa vier Wochen online sein soll. Jeder, der möchte, kann seinen gewünschten Standort für eine E-Ladestation markieren oder eine bereits gesetzte Markierung per „Like“ unterstützen.

Die ersten Markierungen sollen so gesetzt werden, dass das Stadtgebiet in regelmäßigen Abständen abgedeckt wird. Weitere Teilnehmer können ihren Wunsch-Standort dann liken – quasi wie eine digitale Wahlstimme. „Im Idealfall ergibt sich so ein Netz aus Standorten, welche unterschiedlich stark Zustimmung in der Bevölkerung finden und entsprechend, im Rahmen der Erarbeitung finaler Standortvorschläge, priorisiert berücksichtigt werden können“, so die Verwaltung.

Außerdem hat der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, für jeden Willicher Stadtteil eine Standort-Analyse durchzuführen, wo eine E-Bike-Ladestation installiert werden könnte. Der Ausschuss folgt damit einen Schritt weit einem Antrag der Fraktion „Für Willich“. Sie hatte eigentlich direkt den Kauf und die Installation je einer Ladestation in jedem Stadtteil beantragt. Vertreterin Theresa Stoll sagte, es handele sich um ein Konzept aus den Niederlanden. Die Kosten laut Fraktionsantrag: Eine einzelne Station inklusive Photovoltaik-Modul zur Stromerzeugung würde zwischen 3500 und 4000 Euro kosten – der Preis reduziert sich beim Kauf mehrerer Stationen. Ergänzend erklärte Theresa Stoll, dass die Fraktion nach Fördermöglichkeiten des Landes oder des Bundes suche. Die Verwaltung hatte dagegen als ersten Schritt die Standort-Analyse vorgeschlagen – damit waren alle Fraktionen einverstanden.

Ein weiteres „Fahrrad-Thema“ war ein CDU-Antrag: Es sollen an der Kulturhalle in Schiefbahn und am Freizeitbad „De Bütt“ in Willich neue/weitere Fahrrad-Abstellanlagen errichtet werden. Speziell die Anlage an der Bütt soll sicher und gut einsehbar im Eingangsbereich stehen, weil sich die jetzt schon existierenden Abstellanlagen in einem dunklen Bereich befinden. Der neue Standort soll ein besseres Sicherheitsgefühl ermöglichen. An der Kulturhalle gibt es derzeit gar keine Abstellmöglichkeit für Fahrräder. Das halten alle Fraktionen für ein Manko. Christian Winterbach (Grüne) erwartet, dass mehr Abstellmöglichkeiten auch zu mehr Radfahrern an beiden Orten führen. Karl-Heinz Koch (FDP) ergänzte, die Stadt möge Fördermöglichkeiten für die Anlagen suchen. In ihrer Vorlage hatte sich die Verwaltung positiv zu dem Antrag geäußert. Dem Antrag mit den Ergänzungen stimmten alle Fraktionen zu.

(djm)
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