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Tönisvorst: Mathe — einfach logisch

Tönisvorst : Mathe — einfach logisch

Auf geht's in die zweite Runde: Am St. Töniser Michael-Ende-Gymnasium trafen sich am Donnerstag die 59 Schüler aus dem Kreis Viersen, die es in die zweite Runde der Mathe-Olympiade geschafft hatten.

Im Klassenraum C301 des Michael-Ende-Gymnasiums in St. Tönis sitzen ältere und jüngere Schüler bunt gewürfelt durcheinander. Federmäppchen, Geodreiecke, Zirkel, Taschenrechner und Schreibblöcke liegen auf den Tischen. Hier hier und da ist auch ein Glücksbringer zu sehen. "Das kleine Kreuz habe ich zur Kommunion bekommen und das ist immer bei Arbeiten dabei. Heute habe ich noch ein Glücksweinchen im Gepäck", verrät Lukas (10 Jahre) vom Kempener Thomaeum und deutet auf die beiden Gegenstände neben seiner Federmappe. Immerhin ist es ein besonderer Tag, der gut zwei Glücksbringer vertragen kann.

Gestern wurde im St. Töniser Gymnasium die zweite Runde der mittlerweile 49. Mathe-Olympiade eingeläutet. 59 Schüler aus dem Kreis Viersen hatten sich in ihren jeweiligen Schulen für diese zweite Runde qualifiziert. Mit der zweiten Runde fand die Qualifikation für die Landesebene statt. Mittlerweile ist der Raum besetzt. Florian (11 Jahre) ist der letzte, der seinen Namen gegen eine Zahl eingetauscht hat und Platz nimmt. "Alle Schüler erhalten eine Zahlenkombination, damit die Auswertung wirklich anonym erfolgt und keiner weiß, wessen Bogen er gerade korrigiert", erklärt Dr. Hans-Reinhard Biock, Regelkoordinator Kreis Viersen, während er aufmerksam seinen Blick durch den Raum gleiten lässt.

"Sitzt auch keiner neben jemanden aus der selben Altersstufe", möchte er wissen. Allgemeines Kopfschütteln. Dr. Biock greift zu den Aufgaben für die jeweilige Altersstufe. "Fünfklässler, Finger hoch." Hände gehen nach oben und der Regionalkoordinator teilt die Aufgaben aus. Jeder Teilnehmer muss entsprechend seines Alters vier Aufgaben lösen. Zwei Stunden Zeit haben die Fünft- und Sechsklässler, eine halbe Stunde mehr für die Klassen sieben bis zehn und ab der elften Stufe darf drei Stunden lang geknobelt werden. Stille breitet sich aus. Aufgaben werden gelesen und die ersten Rechnungen erfolgen. "Mathe ist einfach logisch und so was mache ich gerne", verrät Lisa-Marie (15 Jahre) vom Viersener Erasmus-von-Rotterdam Gymnasium. Das findet auch Tobias (14 Jahre) vom Michael-Ende-Gymnasium, der sich schon zweimal für die Landesebene qualifiziert hat. Richtig aufgeregt ist dabei keiner. "Einfach auf einen zukommen lassen", sagt Lena (10 Jahre) vom Lise-Meitner-Gymnasium aus Anrath.

(RP)