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Markus Junker verleiht seine Autowerkstatt in Willich an Selberschrauber

Hobby-Werkstatt : Ein Zuhause für Schrauber

Selber schrauben ist in Willich angesagt. Dort hat die erste Auto-Hobby-Werkstatt eröffnet. Markus Junker verleiht Raum, Maschinen und Werkzeug an seine Kunden.

Mit Schwung öffnet Yusuf Yasar die gewaltige Motorhaube seines Cadillac, Baujahr 1955. „Das Schätzchen hat den Winter über gestanden und muss jetzt sommerfit gemacht werden. Hier habe ich endlich Platz und muss mich nicht daheim in meiner engen Garage abmühen, wie es bis jetzt immer der Fall gewesen ist“, erzählt der Oldtimer-Besitzer und blickt das über fünf Meter lange Auto liebevoll an. Unter anderem steht Öl ablassen auf dem Programm, und das ist dank der Ausrüstung in der Halle kein Problem.

Auf 350 Quadratmetern ist eine komplette Autowerkstatt zu sehen. Mehrere Hebebühnen, dazu Roller- und Motorradbühnen, eine Reifenabziehmaschine, eine Reifenwuchtmaschine, Schweißvorrichtungen und diverse Schränke voller Werkzeug bestimmten das Bild in der Halle. Dazu führt eine Treppe auf eine Empore. „Wer möchte, kann dort oben in aller Ruhe einen Kaffee trinken, während unten geschraubt wird“, sagt Markus Junker. Er hat ein für Willich einmaliges Angebot ins Leben gerufen. Im Willicher Gewerbegebiet Münchheide hat der gelernte Dachdecker eine Auto-Werkstatt übernommen. Allerdings nicht im herkömmlichen Sinne als Nachfolger: Er hat aus der Anlage die Auto-Hobby-Werkstatt Willich gemacht.

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„Ich stelle die Halle samt der kompletten Einrichtung zur Verfügung. Jjeder kann hier selbstständig an seinem Wagen, Roller oder Motorrad arbeiten“, sagt Junker, der das Ganze zusammen mit seiner Frau Jeanette Cassel und Tochter Chantalle betreibt. Abgerechnet wird nach Stunden und Nutzung, das heißt, welche Gerätschaften jeweils benötigt werden.

Junker erfuhr Anfang des Jahres durch Zufall, dass die frühere Werkstatt Ende August vergangenen Jahres geschlossen worden war und mit allem Zubehör leer stand. Er musste nicht lange überlegen. Das Problem, einen Platz zu finden, wo es möglich und auch erlaubt ist, selbst zu schrauben, beschäftigt manchen Autofan. Junker griff zu und eröffnete Anfang April die Auto-Hobby-Werkstatt. „Es ist ein Angebot, das in Willich bislang gefehlt hat. Gerade als Oldtimer-Besitzer ist man mehr als froh, wenn man in einer Halle an seinem Wagen arbeiten kann und eine solch große Bühne zur Verfügung steht“, lobt Yasar.

Aber nicht nur Oldtimer-Liebhaber nutzen das neue Angebot. Björn Jansen hat so seinen 3er BMW, Baujahr 1998, auf die Hebebühne gesetzt und hochgefahren. „Die Airbag-Lampe ist angegangen, und jetzt überprüfen wir, ob die Software in Ordnung ist. Dazu nutze ich die Gelegenheit, mir gleichzeitig die vorderen Bremsen anzuschauen“, sagt der Willicher, der gelernter Kfz-Mechaniker Schwerpunkt Nutzfahrzeuge ist und es sehr begrüßt, eine komplette Werkstatt nutzen zu können, einschließlich der modernen Technik. In diesem Fall braucht er nämlich die Laptops der Auto-Hobby-Werkstatt, um die Software seines Wagens zu überprüfen und den Fehler zu finden. Sein Bruder Willi Jansen, ebenfalls gelernter Kfz-Mechaniker, ist zur Unterstützung mit im Einsatz. „Ein tolles Angebot. Hier kann jeder viel machen, einschließlich des Reifenwechsels“, sagt er. Junker will sein Angebot allerdings noch vergrößern: In Kürze soll eine Lackierkabine folgen.