Märzenfest des Allgemeinen Schützenvereins Willich im Zelt im ehemaligen Stahlwerk Becker

Allgemeiner Schützenverein : Märzenfest in Willich ist ein Selbstläufer

Über 2500 Besucher in Feierlaune kamen zum Märzenfest des Allgemeinen Schützenvereins Willich ins Zelt im ehemaligen Stahlwerk Becker. Die Wiesn-Band „Münchner Zwietracht“ sorgte für echt bajuwarische Stimmung.

Feucht-fröhlich, fetzig, aber auch familiär. So ging es in den vergangenen Tagen auf einem Gelände zu, auf dem früher Stahlwerker das flüssige Eisen verarbeiteten. Diesmal floss insbesondere das süffige Bier der Auer Bräu aus Rosenheim in Strömen, als in einem Riesen-Fest das fünfte Märzenfest des Allgemeinen Schützenvereins (ASV) Willich stattfand. Das Zelt hinter der Wasserachse des ehemaligen Stahlwerks war sogar noch einmal um etwa 400 Plätze vergrößert worden, um dort diesmal über 2500 Menschen unterzubringen. Im großen Pulk der Krachledernden und Dirndl fühlte sich zum dritten Mal die populäre Wiesn-Band „Münchner Zwietracht“, die bereits quer durch Europa die Menschen von den Stühlen gerissen hat, sichtlich wohl, auch was die Stimmung unter den vielen Besuchern anging.

   Dabei waren natürlich zahlreiche ASV-Schützenzüge, die ihrem Namen alle Ehre machten, so die Formationen „Da simmer dabei“, „Stramme Jonges“, „Benehmt Euch“ oder „Gut Schluck“. Rund 55 Hektar des Märzenbieres dürften durch die Kehlen geflossen sein; der halbe Liter kostete 4,50 Euro.

Der stellvertretende Bürgermeister Guido Görtz hatte die Ehre, das Faß anzustechen und die ersten Maß Bier in die bereitgestellten Krüge zu zapfen. Foto: Norbert Prümen (nop)

    Selbst der Leadsänger der sechsköpfigen  „Münchner Zwietracht“, .Gerry Grass, zeigte sich beeindruckt von den begeistert mitgehenden Besuchern und sagte: „Was für ein vernünftiger Grund, hier mal wieder so richtig die Sau raus zu lassen.“ Danach war der „Hände Hoch-Polka“, das „Rock mi“ oder „Highway to Hell“ angesagt. Mittendrin: waren die beiden ASV-Ehrenpräsidenten Günter Baumeister und Willi Stennes und natürlich der amtierende Schützenkönig Wolfgang Dille mit Ehefrau Petra zu finden.

    „O´zapft is!“ Vier Schläge brauchte Willichs Vize-Bürgermeister Guido Götz beim Fassanstich. Danach gab die Barrawasser.Familie das Flüssige aus, kümmerte sich erstmals das Borger-Catering um die feste Nahrung. Von Brezel bis zur Märzenplatte, von der Schickeria-Schnitte bis zum Obazda mit der Radieserin war alles im Angebot. Außerdem gab`s Lose, Wochenend-Touren, Verzehr- oder Bewegungsgutscheine zu gewinnen.

 Das war an dem Wochenende aber längst noch nicht alles. Bereits am Freitag der vergangenen Woche hatte ein weiblicher DJ, Jane Ingrid Häfner, im Festzelt vor etwa 800 zumeist jüngeren Gästen für so eine Art „Anwärmen“ gesorgt und die beliebten Charts aus den 70-er, 80-er und 90-er-Jahren aufgelegt.

   Und am Sonntag, nach der ASV-Mitgliederversammlung, begann im Zelt ein Familientag, zu dem viele ASV-Frauen, darunter Monika Kothen, Danny Caris oder Hildegard Gaubitz, auch ein Kuchen-Buffet aufgebaut hatten.  Es trafen sich die Musiker aus Kleinenbroich oder „Germania Willich“ zum Spiel, gab es Vorführungen von Tommys Tanzstudio, Halle 22, vom TV Schiefbahn oder Zaubereien von Tobi Twist. Heidi Haasen lud um Kinderschminken oder zum Osterbasteln ein. Getrödelt werden konnte außerdem. Die relativ geringen Teilnehmergebühren leitet der ASV in den nächsten Tagen an den Förderverein zugunsten krebskranker Kinder an die Krefelder Helios-Klinik weiter.

 Draußen hatte einmal mehr ASV-Mitglied Jakob Gather einen Treff von Fahrern mit ihren Oldtimern, Traktoren und Motorrädern organisiert. Gather selbst hatte diesmal nicht seinen Traktor, sondern sein dunkelgrünes italienisches Dreirad „Ape“ aus dem Jahr 1967 mitgebracht.

    Dass beim ASV richtig und intensiv gefeiert werden kann, davon konnte sich auch der neue Technische Beigeordnete der Stadt Willich, Gregor Nachtwey, überzeugen.

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