Tönisvorst Lego-Code für den Heimatbund

Tönisvorst · Werner Lessenich vom Heimatbund St. Tönis hat für den Verein einen QR-Code kreiert. Der begeisterte Lego-Bauer hat schwarze und weiße Steine zum Würfelmuster zusammengesetzt. Der Code leitet auf die Vereins-Homepage.

 Mit einem tragbaren Computer scannt Vizevorsitzender Werner Lessenich den aus Lego-Steinen zusammengefügten QR-Code im Schaufenster der Heimatbund-Geschäftsstelle in St. Tönis.

Mit einem tragbaren Computer scannt Vizevorsitzender Werner Lessenich den aus Lego-Steinen zusammengefügten QR-Code im Schaufenster der Heimatbund-Geschäftsstelle in St. Tönis.

Foto: Achim Hüskes

Werner Lessenich ist begeisterter Lego-Bauer – doch er kreiert keine Burgen, Häuser, Autos oder Ähnliches. Der Vizevorsitzende des Heimatbundes St. Tönis hat in "puzzleähnlicher Kleinarbeit", wie er sagt, einen QR-Code zusammengesetzt. Das Modell steht nun im Schaufenster der Heimatbund-Geschäftsstelle an der Marktstraße. Wer mit seinem Smartphone den Code aus Lego-Steinen "liest", wird auf die Homepage des Vereins weitergeleitet. Damit wirbt der technikbegeisterte 64-Jährige auf eine unkonventionelle Art für die Aktivitäten des Bundes.

Der QR-Code (englisch Quick Response, "schnelle Antwort") wurde ursprünglich von der japanischen Firma Denso Wave zu Markierung für die Logistik der Automobilproduktion des Toyota-Konzerns entwickelt. Mittlerweile ist der Code in vielen Zeitschriften, Informationsblättern oder großformatig auf Werbeplakaten zu finden. Durch eine Software (App) auf dem Mobiltelefon ist das Scannen oder Basteln von QR-Codes möglich. Auch im Internet sind viele Programme zum Erstellen eines QR-Codes vorhanden. Der Code kann Webadressen, Telefonnummern, Adressen oder Texte enthalten.

Auf einem Hafenfest im niederländischen Vlissingen hatte Lessenich den Lego-QR-Code entdeckt und war sofort fasziniert. Als er nach St. Tönis zurückkehrte, machte er sich umgehend ans Werk, "drei verschiedene Welten zu verbinden": den Heimatbund, das 80 Jahre alte Spielzeug Lego und das Internet- und Handyzeitalter in Form des QR-Codes. Er setzte schließlich aus schwarzen und weißen Legosteinen einen Code zusammen, der zu seiner "großen Freude sofort funktionierte".

Die Homepage des Heimatvereins führt und gestaltet Werner Lessenich seit 1999. Er betont: "Die Homepage ist allerdings kein Ersatz für den Heimatbrief." Für sein Engagement erhielt Lessenich 2009 die Seulenmedaille der Stadt Tönisvorst. Neben seiner Arbeit für den Heimatbund hat Werner Lessenich eine weitere Leidenschaft: Borussia Mönchengladbach. Er ist Erfinder der "Eisernen Borussia Mönchengladbach Fans". Denkmäler in der Region um Tönisvorst hängt er einen Borussia-Schal um und bittet dann zum Fotoshooting. Für die Fan-Homepage plant er nun auch einen QR-Code.

Für sein Heimatbund-Würfelmuster wünscht sich Lessenich, dass es später Teil der Lego-Ausstellung im Grefrather Freilichtmuseum werden könnte.

(RP)
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