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„Kultur Forum Willich“ feiert 25-jähriges Bestehen

„Kultur Forum Willich“ : 25 Künstler für ein Vierteljahrhundert

Das „Kultur Forum Willich“ feiert am 5. und 6. April im Gründerzentrum Willich sein 25-jähriges Bestehen. Unter dem Titel „Retrospektive“ geht es mit einer Vernissage los, der sich ein Familientag anschließt.

Über 70 Künstler waren es, die das „Kultur Forum Willich“ in den vergangenen 25 Jahren in Ausstellungen präsentierte. Nun sind es 25 von ihnen, die alle zusammen ausstellen werden – und das anlässlich eines Jubiläums: Der Verein wird ein Vierteljahrhundert alt. „Retrospektive“ heißt der Titel der gemeinsamen Ausstellung, mit der das „Kultur Forum Willich“ seinen Geburtstag am ersten Aprilwochenende im Gründerzentrum Willich feiert.

„Der Schwerpunkt wird auf Bildern liegen. Dazu kommen Fotografien und Skulpturen. Wobei wir selber nicht wissen, welche Werke die Künstler mitbringen werden. Je nach Größe werden es pro Künstler drei bis sechs Arbeiten sein. Wobei zehn Nationen vertreten sind“, berichtet Beate Krempe. Vor zwei Jahren übernahm die Anrather Diplom-Designerin und Künstlerin den Vorsitz von Wolfgang Boochs, der im November 1994 in Neersen an der Pappelallee 15 das Forum für zeitgenössische Kunst und Kultur, kurz „Kultur Forum Willich“, gründete.

Sieben Gründungsmitglieder waren es seinerzeit, sieben Mitglieder sind es heute ebenso, die der Verein zählt. „Es war nie das Ziel, ein Verein mit einer Vielzahl von Mitgliedern zu werden. Vielmehr ging es von Anfang an darum, eine Konzeptidee zu verfolgen, bei der die Projekte im Vordergrund stehen“, betont Boochs. Neben den Ausstellungen, bei denen es international zuging, wurden auch literarische Lesungen sowie Musik- und Theaterveranstaltungen durchgeführt. Veranstaltungsort war unter anderem die Galerie, die Boochs in seinem Haus eingerichtet hatte. Künstler aus dem Ausland wohnten sogar ein bis zwei Monate lang bei der Familie Boochs und arbeiteten vor Ort.

In Sachen Kunst war der Neersener ebenfalls viel unterwegs. Die Künstler, die bei ihm in Neersen verweilten, luden ihn in ihre Heimatländer ein. Der Verein knüpfte so immer weitere Kontakte. Boochs, der im Februar seinen 75. Geburtstag feierte, kann beim Rückblick auf die Vereinsgeschichte sagen, dass es eine Erfolgsstory war und ist.

Mit Krempe kam das Thema Integration zum „Kultur Forum Willich“. Die Künstlergruppe „Art.together“ entstand, „kunst.punkt willich“ lief im vergangenen Jahr an. Kursangebote für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, wechselnde Ausstellungen und unterschiedliche Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen, Kirchengemeinden, Städten im Umkreis und der Lebenshilfe bilden einen bunten Angebotsreigen.

Das 25-jährige Bestehen selbst wird am Freitag, 5. April, ab 19 Uhr mit einer Vernissage gefeiert. Die einführenden Worte spricht Monika Werhahn-Mees, die eine Stiftung für ein Kulturhaus in Armenien ins Leben gerufen hat und eng mit dem „Kultur Forum Willich“ verbunden ist. Anna Seropian begleitet den Abend zusammen mit Radmila Boochs, Gesang, am Klavier. Für weitere Musik sorgt der indische Musiker Shan Devan. Literatur wird ebenso wenig fehlen. Ellen Schlottner liest Aphorismen von Tagore. Dazu kommt eine Hommage à Giorgio Camastro. Der 6. April steht dann ab 14 Uhr ganz im Zeichen eines Familientages. Es geht los mit einem internationalen Kaffeetrinken, das der Arbeitskreis Fremde Willich anbietet. Nicht nur die jungen Besucher werden danach viel Freude an Clownin Antoschka haben. Ekaterina Mozhaeva ist schon beim Russischen Staatszirkus aufgetreten und beherrscht die Clownerie. Mit „Streetlife“ ist zudem die Anrather Formation bestehend aus Beate Heuer sowie Anja und Achim Remmertz zu hören. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei.