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Stadt Willich: Krise, Hoffnung und Chance

Stadt Willich : Krise, Hoffnung und Chance

Es war ein friedlicher Auftakt in das Super-Wahljahr 2009: Beim Neujahrsempfang der CDU in Willich ging es eher darum, Einigkeit und Stärke einzufordern. Hauptredner war Vorsitzender Uwe Schummer.

Er malte keine Schreckensszenarien, sondern forderte "Fantasie und Mut", um die schwierige Wegstrecke zu bewältigen: Uwe Schummer, der Vorsitzende der CDU Willich, sah gestern beim Neujahrsempfang seiner Partei das Jahr 2009 unter einem chinesischen Schriftzeichen: "In China hat dasselbe Schriftzeichen drei Bedeutungen: Krise, Hoffnung und Chance", erklärte er den zahlreichen Besuchern. Er verhehlte nicht, dass 2009 ein schwierig werde, aber Willich sei gut aufgestellt. So seien in den letzten Monaten im Gewerbegebiet Stahlwerk Becker über 1000 Arbeitsplätze geschaffen worden und die Politik wolle gezielt investieren und die wirtschaftliche Ansiedlung fördern. Allerdings forderte er auch, dass Wirtschaft kein Selbstzweck sein dürfe, "sie hat sich den Menschen unterzuordnen".

In 2009 wolle die CDU Willich mit der Kaarster CDU daran arbeiten, die Regiobahn über Schiefbahn und Neersen bis nach Venlo zu verlängern. Die Gelder der Investitionsprogramme dürften nicht nur in das Ruhrgebiet fließen. Schummer und Willichs Bürgermeister Josef Heyes werden am 16. Januar bei einem Termin mit NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke erörtern. Vehement will die CDU sich gegen weitere Ausbaupläne des Verkehrslandeplatzes Mönchengladbach wehren. Schummer forderte die SPD und ihren Bürgermeisterkandidaten Alexander Oerschkes auf, diese Linie im Regionalrat zu unterstützen.

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Weitere Themen waren die wirtschaftliche Sicherheit des Katharinen-Hospitals über den Verbund mit den St. Augustinus Kliniken, die Nachfolgeregelung für einen zweiten Hausarzt in Neersen oder der Streit vieler Vereine mit der GEMA. Wer Probleme mit der GEMA habe, könne sich an ihn wenden, er werde über die parlamentarische Verbindungsstelle aktiv werden.

Auch Willichs Bürgermeister Josef Heyes sah die Stadt wirtschaftlich gut aufgestellt. Dadurch habe die Stadt viel in die Schulen investieren können. Er warnte aber vor Verschwendung. Der weitere Schuldenabbau müsse Ziel in 2009 bleiben. Auf das "rote Sofa" hatte Dr. Paul Schrömbges in diesem Jahr den Vorsitzenden des "Sängerkreises Linker Niederrhein", Hans Theo Ohlenforst, eingeladen. Der "Obersänger" schilderte seine persönliche Sangesbiographie und gab eine Einschätzung zur Situation der Chöre allgemein ab: Die Chorlandschaft verändere sich, es werde mehr gemischte Chöre oder Seniorenchöre geben als die klassischen Männerchöre. Auch Chorprojekte sind für Ohlenforst eine interessante Sache — mit Schrömbges startete er einen "Spontanchor" und bat die anwesenden Chorsänger/-innen auf die Bühne. Es kamen über 40 Männer und Frauen, die das Gedicht "Das Morgenrot" von K. Hofmann vortrugen.

(RP)