1. NRW
  2. Städte
  3. Willich

Konzert der "Black Brothers" im Saal Krücken in Willich

Willich : „Black Brothers“ begeistern ihr Publikum

Die städtische Grundstücksgesellschaft als Veranstalter lag goldrichtig. Von weit her kam die Fans der legendären Blues Brothers am Samstagabend zum Konzert im renovierten Saal Krücken in Willich.

Der gerade renovierte Saal Krücken in Willich hat zweifelsohne seine „Feuertaufe“ überstanden. Feurig, verrückt, intensiv und jubelnd ging es zu, als jetzt dort die „Blues Brothers“ rein schauten. Eigentlich waren es die „Black Brothers“, in den Masken von Jochen Contzen, Bernd Hahlen und Frank Henkes, die mit ihrer Band BBH (steht für Bad Bone Horns) und weiteren Interpreten ein groß gefeiertes Konzert gaben. Gerade hatten elf als Nonnen verkleidete Willicherinnen, darunter neben „Rampensau“ Sandra: Ruth, Angela oder Anke, die Bühne betreten, begannen mit der Geschichte aus dem Kultfilm des Jahres 1980, als einem Kloster in Chicago das Geld ausging und daraufhin Jake und Elwood ihre alte Band reaktivierten.

Als die „Black Brothers“ hatten „Jake“ und „Elwood“ jahrelang mit ihrer Band im ehrwürdigen Kaisersaal Schiffer vor weit über 500 Gästen gesungen und gespielt. „Das letzte groß gefeierte Konzert muss im März 2015 gewesen sein“, sagte der ehemalige Kaisersaal-Wirt Heinz Schiffer (60), der jetzt mit seiner Frau Brigitte mittendrin war. Auch die Technische Beigeordnete, Martina Stall, ließ sich den Spaß nicht entgehen. Neben Willy Kerbusch, der mit der städtischen Grundstücksgesellschaft, der die Immobilie gehört, der Veranstalter war.

  • Das Trio „Muddy What“ soll in
    Vorverkauf startet : Culturkreis plant Blues-Konzert am 16. Oktober
  • Charismatischer Frontmann: Ozzy Osbourne, hier bei
    Rockmusik aus der Geisterbahn : Black Sabbath – die Pioniere des Heavy Metal
  • Bernd Bremerich-Ranft, Leiter des Energiezentrums Willich
    Energiezentrum Willich : Wärme aus der Erde spart Energie und Geld

Diesmal passten leider nur 200 Besucher in den Saal. Sie kamen von überall her. „Das lassen wir uns doch nicht entgehen“, sagte die Viersenerin Michaela Meyer (49), die mit acht Freunden und Freundinnen gekommen war. Ein begeisterter Fan war auch der Schiefbahner Uwe Paulsen (55): „Ich habe den Kult-Film mindestens schon 100 Mal gesehen.“ Andere Gäste kamen aus Mönchengladbach, Kempen oder Krefeld. In weniger als einer Stunde waren vor Wochen die Eintrittskarten verkauft worden.

Gerade wurden die Songs „Sweet Home Chicago“ und das „Everybody Needs Somebody to love“ gespielt. Es wurde heiß im voll besetzten Saal. Jake (Jochen Contzen) entledigte sich schnell seines schwarzen Sakkos. Andere behielten es bis zuletzt mit der schwarzen Sonnenbrille und dem Hut auf, so im Publikum Willichs Pressesprecher Michael Pluschke und seine Ehefrau Marion.

Saxophone, Trompeten, Bässe, E-Gitarren oder das Schlagzeug, so von Michael Hahn, Wolfgang Diekmann, Georg Mahr und Markus Exner, begleiteten die Sänger mit einigen Background-Sängerinnen. Als Special Guests traten Opernsängerin .Richetta Manager und der Kempener Gittarist Dennis Hormes auf. Auch einige Hits von Joe Cocker und Eric Clapton wurden gespielt.

Mit einer Ausnahme waren es die Evergreens aus dem Kultfilm und von den Tourneen der legendären Blues Brothers. Lediglich auf das „Rawhide“ wurde diesmal verzichtet. In der Komödie ist der Song in einem Western-Salon zu hören. Er missfiel damals vielen „Gästen“, so dass den Beiden im Original unzählige gefüllte Pappbecher Bier um die Ohren flogen. Und das wollte man in der Realität, nicht zuletzt wegen des noch frischen Parkettbodens im Saal Krücken, nicht erleben.

Am Ende ihres Konzerts mussten die Musiker noch einige Zugaben geben.