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Kindeswohl: Jugendämter und Polizei arbeiten im Kreis Viersen enger zusammen

Für mehr Kindeswohl im Kreis Viersen : Jugendämter und Polizei arbeiten enger zusammen

Eine Kooperationsvereinbarung soll regelmäßige Infoveranstaltungen, gemeinsame Fortbildungen und Treffen auf Führungs- und Sachbearbeitungsebene sichern. Zudem legt die Vereinbarung fest, in welchen Fällen eine Behörde unaufgefordert die andere informiert.

Kinder im Kreis Viersen sollen künftig noch besser vor Gewalt, Vernachlässigung und sexueller Gewalt geschützt werden. Dazu haben die Jugendämter im Kreis Viersen und die Kreispolizei Viersen eine neue Kooperationsvereinbarung geschlossen. Jetzt fand die Kick-off-Veranstaltung dazu im Kreishaus statt.

Bei der Veranstaltung kamen Vertreterinnen und Vertreter der vier städtischen Jugendämter im Kreis Viersen – also Kempen, Nettetal, Viersen und Willich – sowie des Kreisjugendamtes, das für die übrigen fünf Kommunen im Kreis Viersen zuständig ist, und der Kreispolizei Viersen zusammen. Gemeinsam evaluierten die Beteiligten die bisherige Zusammenarbeit zwischen den Jugendämtern und mit der Kreispolizei und formulierten Erwartungen an die Kooperation. Konkret diskutiert wurden beim ersten Treffen unter anderem neue digitale Kommunikationswege und ein Register für Ansprechpersonen.

Die Kooperationsvereinbarung wurde für eine Dauer von fünf Jahren geschlossen und sichert regelmäßige Infoveranstaltungen, gemeinsame Fortbildungen und Treffen auf Führungs- und auch Sachbearbeitungsebene. Auch verbindliche Verfahrensabläufe sind darin vorgesehen: Unter anderem legt die Vereinbarung fest, in welchen Fällen eine Behörde unaufgefordert die andere informiert. Die Polizei benachrichtigt zum Beispiel bei häuslicher Gewalt, fortlaufenden Alkoholexzessen und Drogenkonsum der Sorgeberechtigten oder eines Kindes oder Jugendlichen die Jugendhilfe. Umgekehrt informieren die Jugendämter die Polizei umgehend, wenn deren sofortiges Handeln erforderlich ist, um zum Beispiel das Kindeswohl zu sichern.

  • Martin Röse, Redaktionsleiter 
Rheinische Post Redaktion
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„Natürlich haben die Jugendämter und die Polizei bereits in der Vergangenheit eng und erfolgreich zusammengearbeitet“, sagt Ingo Schabrich, Kreisdirektor und Jugenddezernent des Kreises Viersen. „Gleichzeitig haben beide Stellen unterschiedliche Aufgaben und bewerten Situationen demnach aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die neue Kooperationsvereinbarung ist deshalb ein großer Fortschritt, weil wir die bewährte Zusammenarbeit stärken, indem wir uns noch besser vernetzen und gemeinsam weiterentwickeln. Ich freue mich, dass wir im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung einen ersten Grundstein für die kommende Arbeit legen konnten.“ Nach Ablauf der fünf Jahre soll die Kooperationsvereinbarung bewertet werden.

(RP)