Stadt Kempen: Keine Planung für altes Schulhaus

Stadt Kempen : Keine Planung für altes Schulhaus

Es ist weiterhin fraglich, ob die ehemalige Schule in St. Hubert umgebaut wird.

Der geplante Umbau der ehemaligen Johannes-Hubertus-Schule in St. Hubert zu einem Begegnungs- und Integrationszentrum hat nach wie vor nicht begonnen. Seit dem vergangenen Jahr existieren die Pläne, auch einen Bescheid des Landes über mögliche Fördergelder gibt es. Ehrenamtliche engagieren sich - so gut es geht - in der Betreuung der Flüchtlinge. Die Sozialverwaltung hat - gemeinsam mit der Initiative "Kempen hilft" - ein Fortbildungsprogramm für die ehrenamtlichen Betreuer aufgelegt. Die ersten Veranstaltungen sind gelaufen. Kempens Sozialdezernent Michael Klee betont immer wieder, wie froh und dankbar er ist über das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Bürger, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

Baulich lässt das alte Schulgebäude sehr zu wünschen übrig. Das städtische Hochbauamt hat mit der planerischen Arbeit noch nicht begonnen. Das stellte der zuständige Technische Beigeordnete Stephan Kahl zuletzt gleich mehrfach auf Anfragen aus der Politik klar. Es gebe dringlichere Aufgaben, so Kahl. So müssten unter anderem neue Flüchtlingsunterkünfte geplant und für die bestehenden Asylheime Sanierungskonzepte erarbeitet werden. Das Hochbauamt gilt personell als überlastet.

Einer, der den Stillstand in Sachen neue Begegnungs- und Integrationszentrum immer wieder anprangert, ist Joachim Lasch. Der St. Huberter ist einer der engagiertesten Mitstreiter in der Flüchtlingsbetreuung im Kendeldorf. Er versteht nicht, warum die Stadt ihr Versprechen nicht einlöst und endlich mit dem Umbau des alten Schulgebäudes beginnt.

Für den Umbau soll es 372.000 Euro vom Land geben. Die hatte Sozialdezernent Klee in einer bewundernswerten Aktion losgeeist. Die Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lütkes kam sogar ins alte St. Huberter Schulhaus, um Kempens Bürgermeister Volker Rübo offiziell den Bewilligungsbescheid für die Landesförderung zu übergeben. Die Krux an der Sache: Die Fördermittel für den Umbau des Gebäudes gibt es nur, wenn das Bauprojekt im Laufe des Jahres 2018 abgeschlossen ist. Dieser Termin ist derzeit alles andere als realistisch. Also wird es das Geld vom Land am Ende wohl nicht geben.

(rei)
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