Stadt Willich: Keine Einsparungen bei Klima- und Umweltschutz in Willich

Stadt Willich : Keine Einsparungen bei Klima- und Umweltschutz in Willich

Die Sitzung war kurz - genau 13 Minuten brauchte der Willicher Umweltausschuss, und alle Entscheidungen fielen einstimmig. Schwerpunkt der Tagesordnung war die Überprüfung von freiwilligen Leistungen der Stadt Willich für den Bereich Umwelt- und Klimaschutz im Rahmen der "Modernisierung 2.0" - und bei diesem Thema wollten weder Politik noch Verwaltung Sparmaßnahmen umsetzen. Im Einzelnen beschäftigten sich die Ausschussmitglieder mit folgenden Themen und entschieden sich in jedem Fall einstimmig, die Aufgaben beizubehalten:

Die Betreuung junger Menschen im Rahmen eines "Freiwilligen Ökologischen Jahres": Diese "FÖJler" - zwei Stellen - gibt es erst seit August 2013 bei der Stadt Willich. Aber in jedem Jahr sind die jungen Menschen, deren Betreuer aus der Verwaltung und nicht zuletzt die Politik zufrieden mit dem Verlauf dieser Tätigkeit. Willich wird "Global Nachhaltige Kommune": Zu dieser Aufgabenstellung hat sich die Stadt erst im November 2015 per Ratsbeschluss bekannt und ist so eine von 17 Modellkommunen in Deutschland. Es geht darum, in verschiedenen Bereichen Strategien für nachhaltiges Handeln zu entwickeln. Willich setzt ein "Klimaschutzkonzept" um: Dieses Konzept besteht bereits, die darin formulierten Aufgaben werden abgearbeitet, so die Technische Beigeordnete Martina Stall. Unter anderem dafür ist der Klimaschutz-Manager Marcel Gellissen eingestellt worden.

Zur generellen Finanzierung von Veranstaltungen zum Thema Umweltschutz durfte der Ausschuss nicht entscheiden, sprach aber die Empfehlung an den Haupt- und Finanzausschuss aus, diese Veranstaltungen weiter zu finanzieren. In Willich ist es seit den 1980er Jahren Ziel, den Umweltschutzgedanken weiter voranzubringen - zu den derzeitigen Maßnahmen gehören etwa das Thema "Fairtrade-Town" oder Tag der e-Mobilität". Das Thema "Eva Lorenz-Umweltstation" war in Organisation und "Zuschüsse zum Betrieb" unterteilt. In beiden Bereichen sprach der Umweltausschuss die Empfehlung an den Haupt- und Finanzausschuss aus, den Betrieb der Umweltstation fortzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem Nabu werden dort Kinder aus Kindergärten und Grundschulen in Umweltthemen unterrichtet. Die Station hat über die Grenzen Willichs hinaus einen hervorragenden Ruf - jährlich kommen rund 1700 Kinder. "Eine Streichung der Zuschüsse und damit Einstellung der Arbeit in der Umweltstation hätte gravierende Folgen für die seit Jahrzehnten hervorragende Umweltarbeit in der Stadt Willich", so die Verwaltung.

(djm)