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Stadt Willich: Kaum Umtauschstress nach dem Fest

Stadt Willich : Kaum Umtauschstress nach dem Fest

Der erste Geschäftstag nach den Weihnachtsfeiertagen lief in Willich ruhig an. Einige nutzen den Tag, um Weihnachtsgeschenke umzutauschen und erste Gutscheine fanden den Weg in die Ladenlokale.

"Bei diesem Wetter finden heute weniger Besucher den Weg in die Fußgängerzone. Wer heute raus geht, füllt eher die Lebensmittel auf, als durch die Stadt zu bummeln, um einen Gutschein einzulösen oder etwas umzutauschen", sagt Detlef Pimpertz vom gleichnamigen Modegeschäft in Anrath. Und damit soll er recht behalten. Normalerweise rollt am ersten Einkaufstag nach Weihnachten die erste Welle von Kunden an, die etwas umtauschen oder Gutscheine einlösen möchten. Doch am Samstag blieb es eher ruhig in der Anrather Fußgängerzone. Auch in Willich und in Schiefbahn war das nicht anders. Das nasskalte und ungemütliche Wetter, das mit Schneeregen daher kam, hielt viele von einem Bummel durch die Innenstädte ab.

Einen ersten Umtausch kann hingegen Sebastian Commans vom gleichnamigen Damen- und Herrenmodegeschäft verzeichnen. Marga Christa von der Lippe bringt ihr Weihnachtsgeschenk zurück. "Die Jacke habe ich von meinen Kindern geschenkt bekommen. Leider sind die Ärmel zu lang, und irgendwie sitzt das Modell auch nicht richtig, wobei mir die Jacke an sich gut gefällt", sagt sie. Die Auswahl in den verschiedenen Größen an Winterjacken ist nach Weihnachten zwar nicht mehr so riesig, aber Commans kann nachbestellen, was er in diesem Fall auch macht.

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Den ersten Umtausch von Unterwäsche gibt es bei Miederwaren Schuffelen in den späten Morgenstunden, wenngleich auch hier am ersten Einkaufstag ein größerer Andrang erwartet wurde. Genau wie die anderen Geschäftsinhaber führt Birgit Felde das auf das Wetter zurück. "Bei dem Wetter trauen sich nicht viele raus. Die vereinzelten Kunden, die heute Morgen kamen, tauschten zumeist falsche Größen um. In der Regel wird der Geschmack getroffen, nur mit den Größen hapert es ab und zu", verrät Felde. Sie rechnet in der nächsten Woche mit einem größeren Andrang, bei dem dann sicherlich auch die vielen Gutscheine, die über die Ladentheke gegangen sind, eingelöst werden. "Viele warten in Sachen Gutscheine einige Tage ab, weil in den Tagen nach Weihnachten doch schon etliches reduziert ist. Dann kann für eine Summe x mehr als sonst eingekauft werden", weiß sie aus Erfahrung.

Auf eine mögliche Reduzierung möchte Gisela Stefan nicht warten. "Mein Mann hat mir einen Gutschein für Schuhe geschenkt. Ich liebäugle da mit einem bestimmten Stiefel, und ich hoffe, dass er noch in meiner Größe zu haben ist", sagt die 35-Jährige, die entsprechend zielgerichtet in Schiefbahn unterwegs ist.

Einen Büchergutschein möchte Maren dagegen umsetzen. "Wir fahren über Silvester weg, und da brauche ich Lesematerial", sagt die Zwölfjährige. Sie findet Gutscheine prima, denn dann könne man genau nach dem persönlichen Geschmack aussuchen - und das in aller Ruhe. Umtauschen sei dagegen blöd, findet Maren.

Was nun schöner ist, wenn es verpackt unter dem Weihnachtsbaum liegt, da gehen die Meinungen auseinander. "Es ist auf jeden Fall persönlicher, wenn ein Geschenk überreicht wird. Da hat sich jemand Gedanken gemacht und eingekauft. Einen Gutschein finde ich nicht so schön", lautet der Kommentar einer 54-jährigen Willicherin, die selbst auf dem Weg zum Umtausch ist. In der Tüte steckt nämlich ein Pullover, den es gleich zweimal von den Lieben daheim gab. Einer wird also nun umgetauscht.

(tref)