Stadt Willich: Johannesschule international

Stadt Willich: Johannesschule international

Austausch im Rahmen des Comenius-Projektes und Besuch aus dem Schulpartnerland Lettland: In dieser Woche geht es an der Anrather Johannes- und Europaschule wirklich international zu.

Auf den Tischen im naturwissenschaftlichen Raum der Johannesschule stehen Mikroskope, Bechergläser mit Wasser und Kleinstlebewesen. Daneben liegen Pipetten und Objektträger. Konzentriert arbeitende Schüler träufeln Wasser auf Objektträger und schieben diese unter die Mikroskope. Es sieht wie ganz normaler Biologie-Unterricht aus – und doch ist es viel mehr. Das ist spätestens am Sprachgemisch zu erkennen. Neben Deutsch und Englisch sind ungarische, lettische und slowenische Sprache zu hören. "Wenn es auf deutsch nicht klappt, funktioniert es auf englisch. Im Notfall muss ein dolmetschender Lehrer her", sagt Jacqueline (13) und lacht die gleichaltrige Ausma aus Ungarn an.

Mückenlarven unterm Mikroskop

Die beiden sind gerade mit der Untersuchung von Mückenlarven unter dem Mikroskop beschäftigt und stellen Zeichnungen anhand der Vergrößerung her. Im Rahmen des aktuelle Comenius-Projektes steht das Thema "Wasser – Ursprung und Zukunft" im Mittelpunkt. Dazu gehören auch Wasseruntersuchungen, wie sie die international zusammengesetzte Klasse gerade durchführt. Derzeit beherbergt die Johannesschule, die auch Europaschule ist, Gäste aus Ungarn, der Slowakei und Lettland. Ungarn und Slowaken sind im Rahmen des Comenius-Projektes für eine Woche zu Gast, die Schüler aus dem lettischen Smiltene kommen aufgrund der Schulpartnerschaft. "Wir haben diesmal beide Events zusammengelegt", sagt Lehrer Wolfgang Brock. Ein leicht von einander abweichendes Programm erwartet die Gäste, wobei für die Ungarn und Slowaken das Thema Wasser im Mittelpunkt steht. Der Besuch des Wasserwerkes in Lank ist einer der speziellen Programmpunkte, während alle unter anderem gemeinsam Garzweiler besuchten.

"Das grenzübergreifende Miteinander arbeiten an einem Projekt ist das herausragende. Man lernt von den anderen, bekommt neue Anregungen und kann das wiederum in den eigenen Unterricht daheim einbauen", meint Csaba Zsegora, Leiter der ungarischen Schule aus Györ. Was man bei den Treffen zum Thema Wasser schon geleistet hat, stellt Dr. Alexander Fibe, Leiter der slowakischen Schule in Dunajska Streda, anhand einer Power Point Präsentation vor.

Während die einen im Biologieunterricht forschen, die nächsten das gemeinsame Mittagessen kochen, beschäftigen sich wiederum andere Schüler, bunt gemischt, mit dem Thema Wasser im Kunstunterricht. "Man erhält neue Eindrücke und schließt Freundschaften. Der Austausch ist einfach nur schön", meint Maija (17) aus Lettland. Dem kann sich Asli (16) nur anschließen. Man lerne neues kennen, wenngleich das gemeinsame feiern das schönste sei.

(RP)