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In Willich richtet der DJK/VfL am 13./14. April die Deutschen Badminton-Mannschaftsmeisterschaft aus

Badminton : Die Meisterschaft nach Willich geholt

Zum 100-jährigen Bestehen des DJK/VfL bereitet ein Organisations-Team ein besonderes Ereignis vor: Das Spiel um die letzten vier der Deutschen Badminton-Mannschaftsmeisterschaft wird in der Jakob-Frantzen-Halle ausgetragen.

Gerade ist normaler Trainingsbetrieb in der Jakob-Frantzen-Halle. Über 30 jüngere wie ältere Badmintonspieler stehen sich auf den zehn Spielfeldern gegenüber, hauen sich die Federbälle um die Ohren. Mittendrin: Björn Hollburg, Badminton-Abteilungsleiter des DJK/VfL Willich.

Auch nach dem Training hat seit einigen Monaten der 38-Jährige mit seinem 13-köpfigen Orga-Team jede Menge zu tun. Das Team bereitet nämlich anlässlich des hundertjährigen Bestehens des DJK/VfL ein hochkarätiges Event vor: das „Final Four“ um die Deutsche Badminton-Mannschaftsmeisterschaft am 13. und 14. April in der Jakob-Frantzen-Halle.

Qualifiziert für diese Endrunde hat sich bereits der Seriensieger BC Bischmisheim aus Saarbrücken und der TV Refrath, in dem zahlreiche Nationalspieler und Spielerinnen sowie Olympiateilnehmer vertreten sind, wie Isabel Herttrich, Peter Käsbauer, Michael Fuchs, Marvin Seidel, Chloe Magee und Lars Schänzler. Vier weitere Teams aus Mülheim, Freystadt, Lüdinghausen und Bonn-Beuel spielen noch am 9. April in den Play Offs die restlichen zwei Halbfinalplätze aus. Für Beuel startet unter anderem der neunfache Deutsche Meister Marc Zwiebler, der 2012 in Karlskrona Europameister geworden war, und der amtierende Deutsche Einzelmeister, Max Weißkirchen.

Björn Hollburg hat im Moment alle Hände voll zu tun. Foto: Wolfgang Kaiser

Kurz zurück zu Björn Hollburg, der aus Meerbusch-Lank stammt, seit über 20 Jahren Badminton spielt und beruflich im Wirtschaftsförderungsamt der Stadt Mönchengladbach in der Berufs- und Studienorientierung für MINT-Bereiche zuständig ist. 2008 suchte er aufgrund seiner beruflichen Veränderung einen neuen Verein, kam eher zufällig zum Probetraining nach Willich, wo ihn sofort die damalige Trainerin, Sandra Hoferer, herzlich begrüßte. Hollburg blieb dort, lernte die Abteilung und vor allem Sandra näher kennen, die er dann auch 2015 heiratete. „Klar, wir melden auch den Kleinen bald an“, meinte lächelnd Sandra Hollburg den gemeinsamen zweijährigen Sohn Mika, der gerade beim Training dabei ist.

DJK/VfL-Vorsitzender Helmut Frantzen (71) hatte im Frühjahr 2018 die Idee, anlässlich des bevorstehenden Jubiläums auch beim Badminton ein hochkarätiges Turnier durchzuführen. Erste Anfragen auch zum „Final Four“ gingen raus. Eine Woche vor Weihnachten meldete sich dann die dafür zuständige Agentur, erklärte, dass der Verein grundsätzlich die Durchführung der Endrunde übertragen bekäme, wenn er neben der Manpower binnen kürzester Zeit einen Betrag zwischen 7000 und 9000 Euro, so für die Übernachtung und Fahrten der Teilnehmer und Schiedsrichter, für die technische Ausrüstung und die anfallenden Lizenzgebühren garantieren könnte.

„Das schaffen wir doch nie“ – die anfängliche Skepsis von Björn Hollburg wich schnell. Gemeinsam mit Helmut Frantzen wurden einige Groß- und Kleinsponsoren schnell gefunden, auch der Sportausschuss gab nach einem entsprechenden Antrag eine beträchtliche Summe dazu. Und der für den Sport zuständige Mitarbeiter bei der Stadt, Olaf Starck, half, wo er konnte. So nahm er Kontakt mit der Telekom auf, damit das Breitbandnetz für die Übertragung des Events in „sportdeutschland.tv“ erweitert werden konnte. Jedenfalls erklärte sich die Badminton-Abteilung binnen weniger Wochen zur Durchführung der „Final Four“ bereit; der Vertrag wurde unterzeichnet. „Ohne das gesamte Team und die Unterstützung der Sponsoren, der Stadt und der Politik hätten wir das nie geschafft“, berichtet Hollburg.

Nicht zu vergessen das eigene Orga-Team, in dem unter anderem seine Schwiegereltern, Jürgen und Uschi Hoferer, mitmachen. Die beiden hatten auch 1989 die Badminton-Abteilung des DJK/VfL Willich mit aufgebaut. Einzelne Ressorts wurden gebildet, wer beispielsweise für den Aufbau der Zusatztribüne, für die Spieler und Schiedsrichter, für die Cafeteria, für das Sponsoring oder für die Vermarktung zuständig ist. Dazu gehören auch: Benjamin und Marie-Christin Lohmann, Anja Pliester, Benjamin Lennartz, Joshua Knauf, Leon Schulpin, Lukas Lehmann, Michael Haase und Patrick Vogt.

Die Halbfinalspiele starten am Samstag, 13. April, in der Jakob-Frantzen-Halle um 16 Uhr (Einlass: 14 Uhr); das Spiel um den dritten Platz beginnt tags drauf um 10 Uhr (Einlass: 9 Uhr), das Finale um 15 Uhr. Die Mannschaft, die zuerst vier Punkte hat, gewinnt. Karten gibt es an der Tageskasse, im Netz unter www.Adticket.de oder www.reservix.de, Hotline: 0180 6050400. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse für beide Tage 25 Euro, ermäßigt 15. Für einen Tag 15 Euro, ermäßigt neun.