Sport für Kleinkinder in Schiefbahn Tanzen schon mit 20 Monaten

Schiefbahn · Mit 20 Monaten können Kinder gerade erst einigermaßen laufen. In Tommys Tanzstudio können sie bereits in diesem Alter, mit ihren Eltern, beim Nappydance teilnehmen. Ab vier Jahren tanzen sie allein.

 Die etwas älteren Kinder traten am Sonntag beim Kinderfest in Willich auf. Trainerin Tanja Schlagenhauf tanzt in der Mitte mit.

Die etwas älteren Kinder traten am Sonntag beim Kinderfest in Willich auf. Trainerin Tanja Schlagenhauf tanzt in der Mitte mit.

Foto: Norbert Prümen

Voller Begeisterung tanzen die kleinen Kinder mit ihren Müttern, manche auch mit Vätern, und versuchen, sich zur Musik zu bewegen. Die Lieder sind weitgehend eigens für diese Art des Tanzes konzipierte Songs. „Das ist bewusst so gemacht, damit die Kinder ein wenig zwischen dem Tanz hier und im Kindergarten unterscheiden. Es ist einfach konzeptionell etwas anders, und das wollen wir den Kindern leicht machen“, erläutert Tommy Schlagenhauf, der Inhaber von Tommys Tanzstudio an der Linsellesstraße in Schiefbahn.

Nappydance, so heißt diese Art des Tanzes für Kinder zwischen 20 und 40 Monaten, ist dabei nur eines der Angebote der Schule. „Ungefähr ab vier Jahren tanzen die Kinder dann allein. Dabei haben sie sehr viel Spaß“, erzählt der Studioinhaber. Wichtig sei hier auch das Vertrauen der Eltern. „Bei uns ist es baulich so, dass wir keine Scheibe oder etwas in der Art haben. Eltern sollen auch nicht im Raum sein, damit die Kinder sich auf den Tanz und die Situation einlassen. Ist die Mutter im Raum, geschieht das nicht so gut“, erzählt der 52-Jährige.

Kommt ein kleineres Kind mit vier Jahren neu in den Kurs, dürfe die Mutter zunächst für zehn Minuten dabei bleiben. „Dann wird sie – meist auch von den Kindern selbst – freundlich hinaus komplimentiert“, erzählt er augenzwinkernd. Die Kurse veranstaltet seine Frau Tanja. „Sie hat einen extrem guten Draht zu Kindern, und selbst solche, bei denen die Mutter sagt, sie seien scheu, tauen sehr schnell auf“, erzählt Schlagenhauf.

In diesem Alter blieben die Mütter üblicherweise im Vorraum sitzen. „Das ist dann ein bisschen Freizeit voneinander für beide. Aber die Mutter oder der Vater sind da, wenn es kleine Probleme gibt oder das Kind zur Toilette muss. Sind die Kinder dann sechs Jahre alt, gehen die meisten Eltern in Ruhe einen Kaffee trinken oder einkaufen und genießen den Freiraum“, sagt er.

Ehefrau Tanja habe eine einschlägige Ausbildung gemacht. „Sie hat die Schule von Lisa Günther in Meerbusch besucht. Dort kann man sich zur Tanzpädagogin ausbilden lassen. Allerdings hat sie sich nur auf den Bereich mit jüngeren Kindern konzentriert und nicht den gesamten Kurs absolviert. Das war für uns damals zeitlich nicht möglich“, erzählt der Studioinhaber, der selbst mit 17 Jahren mit dem Tanzen begann. Frau Tanja startete sogar mit elf Jahren. 2006 eröffneten sie das Studio.

In diesem gibt es nicht nur Kindertanz, sondern auch Tanzkurse für Jugendliche und Erwachsene. „An Wettkämpfen nehmen wir aber nicht Teil. Auftritte gibt es aber sehr wohl“, erzählt Schlagenhauf. So trat die Schule am Wochenende beim Kinderfest in Willich auf. Besonders macht sie aber das Angebot für die Kleinsten, die mit Feuereifer bei der Sache sind.

(svs)