Kreis Viersen: Im vergangenen Jahr weniger Straftaten im Kreis angezeigt

Kreis Viersen: Im vergangenen Jahr weniger Straftaten im Kreis angezeigt

Die Polizei hat die Zahlen zur Kriminalität in NRW veröffentlicht. Ein positives Ergebnis für den Kreis Viersen: Es gab weniger Straftaten.

Weniger angezeigte Delikte "Die Zahl der angezeigten Straftaten ist gesunken und liegt unter dem Fünf-Jahres-Schnitt", so Landrat Andreas Coenen (CDU). Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat im Kreis Viersen zu werden, sei die niedrigste seit vier Jahren. Die Gesamtzahl der Straftaten (17.940) ist 2017 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent gesunken. Zunahmen gab es bei Gewaltkriminalität (18,8 Prozent) und bei Straftaten rund um das Internet (9,1 Prozent).

Mehr Sexualdelikte Die Zahl der Vergewaltigungen und schweren sexuellen Nötigungen ist von acht auf 32 gestiegen. Bis auf eine konnten alle Taten aufgeklärt werden. Laut Polizei kannten sich in fünf Fällen Täter und Opfer vor der Tat nicht. In den anderen Fällen bestand zumindest eine flüchtige Beziehung.

Mehr Körperverletzungen Bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen setzt sich der steigende Trend erneut fort: Ihre Zahl nahm erneut um 14,5 Prozent zu (495 registrierte Straftaten). Die Polizei konnte 86,1 Prozent der Fälle aufklären (Zunahme um 1,7 Prozent seit 2016). Mehr als ein Viertel der angezeigten Körperverletzungen fand innerhalb von Familien statt (häusliche Gewalt).

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Weniger Wohnungseinbrüche "Hier konnten wir im Vergleich zum Landesschnitt überdurchschnittlich viele Taten klären", so Kreis-Polizeisprecherin Antje Heymanns. Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs war eines der Hauptziele der Kreispolizei. Die Aufklärungsquote im Kreis ist höher (19,6 Prozent) als im Land (16,7 Prozent).

Weniger Diebstähle Die Zahl der Diebstahlsdelikte ist um 1088 Fälle gesunken; dies entspricht einem Minus von 13,8 Prozent. Besonders auffällig ist dies laut Polizei bei Ladendiebstahl und bei Wohnungseinbrüchen. Allerdings wurden 2017 mehr Fahrräder entwendet.

Weniger junge Täter Der Anteil der jungen Tatverdächtigen im Kreis Viersen ist erneut leicht gesunken. Erstmals liegt er mit 21,5 Prozent knapp unter dem Landesdurchschnitt (22,4). Ein Grund könnte die um knapp 20 Prozent gesunkene Zahl bei den Rauschgift-Delikten sein.

(busch)