Igelmorde in Willich: Die Polizei hat noch keine heiße Spur

Belohnung : Igelmorde: Die Polizei hat noch keine konkrete Spur

Die Polizei ist weiterhin dankbar für jeden Hinweis zu den Willicher Igelmorden. Zuletzt war am Sonntag, 10. Juni, ein verbrannter Igel in einem Mülleimer auf dem Spielplatz an der Lauenburger Straße gefunden worden — nicht der erste an dieser Stelle und im Stadtgebiet.

Seit 2013 werden in Willich immer wieder angezündete Igel gefunden. „Die Ermittlungen laufen, Hinweise werden ausgewertet, aber wir haben noch nichts Handfestes“, sagt Wolfgang Goertz, Sprecher der Kreispolizeibehörde Viersen auf Nachfrage unserer Redaktion.

Unterdessen loben verschiedene Organisationen Belohnungen für denjenigen aus, dessen Hinweise zur Ergreifung des oder der Täter führt. So gab jetzt die Tierschutzorganisation Peta bekannt, dass sie ihre bereits im Jahr 2013 ausgelobte Belohnung von 4500 Euro auf 5000 Euro erhöht. „Diese abscheuliche Tierquälerei muss endlich aufgeklärt werden“, so Judith Pein im Namen von Peta. „Wir hoffen, dass die hohe Belohnung die Willicher Bürger erneut sensibilisiert und endlich zu dem entscheidenden Hinweis führt. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer einem wehrlosen Tier so rücksichtslos Schmerzen zufügt, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Die Polizei selbst wirbt nicht offensiv mit den Belohnungen, da es sich dabei um privat organisiertes Geld handelt. „Aber natürlich sind wir froh und dankbar, wenn solche Belohnungen zu wertvollen Hinweisen führen“, so Wolfgang Görtz.

Die Kriminalpolizei nimmt unter der Telefonnummer 02162 3770 Hinweise entgegen. Zeugen können sich ebenso telefonisch unter 01520 7373341 bei Peta melden – auch anonym.

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