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Tönisvorst: I-Pads für die 44 Ratsmitglieder

Tönisvorst : I-Pads für die 44 Ratsmitglieder

Mehr als 20.700 Euro hat die Stadtverwaltung eingespart, seit sie den Ratsmitgliedern die Sitzungsunterlagen nicht mehr ausdruckt und nach Hause sendet. Statt der enormen Papierberge, die in der Vergangenheit auf den Tischen im Ratssaal lagen, stehen jetzt private Laptops auf vielen Plätzen.

Die Lokalpolitiker lesen von ihrem Monitor Vorlagen und Beschlussempfehlungen ab. Geht es nach dem Willen von Verwaltung und Fraktionen, wird künftig eine noch modernere Technik Einzug in den Sitzungssaal halten: Im Hauptausschuss hat die Verwaltung vorgeschlagen, alle 44 Ratsmitglieder mit Tablet-PC, auch bekannt als I-Pads, auszustatten. Die Kosten sind noch nicht beziffert. Der Preis für die modernen Minicomputer liegt bei 400 Euro aufwärts.

"Sowohl aus finanziellen als auch aus ökonomischen Gründen wollen wir uns weitgehend vom Papier trennen", sagte Bürgermeister Thomas Goßen. Schon vor einem halben Jahr war die Idee aufgekommen, die Politiker mit Laptops auszustatten. Seinerzeit war von Anschaffungskosten in Höhe von 26.000 Euro die Rede. Michael Horst (SPD) begrüßte es, dass die grundsätzliche Idee noch einmal auf der Tagesordnung stand. "44 Ratsmitglieder verbrauchen in einem Jahr enorm viel Papier", sagte er. Zu den Papierkosten kämen die Druckkosten und der Arbeitsaufwand. "Wenn alle mitmachen und den Tablet-PC nutzen, ist das eine gute Lösung." Auch Thorsten Frick (FDP) stimmte dem Vorschlag zu: "Was wir an Wäldern abholzen, nur für unsere Vorlagen, ist in enorm. Wir sollten uns die technischen Neuerungen zunutze machen." Helmut Drüggen (CDU): "Wir sind ein moderner, innovativer Rat, der auch mit moderner Technik arbeiten sollte." Ob es nun Laptops werden oder Tablet-PCs, ob die Fraktionen einen Teil der Kosten mittragen und wie teuer die Anschaffung letztlich wird, soll nun in einer Arbeitsgruppe ermittelt werden. Das letzte Wort spricht der Rat.

(WS03)