Stadt Willich: Hoffen auf den zweiten Kunstrasenplatz

Stadt Willich: Hoffen auf den zweiten Kunstrasenplatz

Willichs größter Sportverein, der DJK/VfL Willich, bereitet für 2019 die Feiern zum hundertjährigen Geburtstag vor. Größter aktueller Wunsch ist die Umwandlung des alten Aschenplatzes in einen Kunstrasenplatz.

13 Abteilungen mit rund 2400 Mitgliedern hat derzeit Willichs größter Sportverein, der DJK/VfL Willich. Derzeit gibt es neben dem regulären Trainings- und Wettkampfbetrieb viel zu tun. Denn es wird das hundertjährige Bestehen dieses Großvereins, der 1919 aus dem Verein für Rasensport und 1967 durch einen Zusammenschluss mit dem DJK entstanden war, gefeiert. Dann soll es ab Januar des kommenden Jahres eine Vielzahl von nationalen wie internationalen Wettkämpfen geben. Und im Spätsommer 2019 hoffen die Verantwortlichen auf ein besonderes "Jubiläumspräsent" der Stadt: auf den zweiten Kunstrasenplatz im Sport- und Freizeitzentrum.

"Wir sind sehr optimistisch, dass wir dann endlich den lang ersehnten Kunstrasenplatz bekommen"; sagt der langjährige Vorsitzende des DJK/VfL Willich, Helmut Frantzen (69). Dieser Platz soll den schon längst in die Jahre gekommenen Aschenplatz ablösen. Darauf warten schon lange die etwa 550 Junioren und Senioren, die bei diesem Verein Fußball spielen.

Vor einigen Monaten schon hatte es im Hauptvorstand und bei den anderen Abteilungen eine große Solidaritätsbekundung für die beiden Fußball-Abteilungen und für den Kunstrasenplatz gegeben, nachdem die Stadt zur Bedingung gemacht hatte, dass sich der Verein an den Fertigstellungskosten von geschätzten 900.000 Euro gestreckt über zehn Jahre mit jährlichen Beträgen von jeweils 10.000 Euro beteiligt. Finanziert wird diese Summe jährlich von der Fußballjugend mit 4.000 Euro, von den Fußball-Senioren mit 2.000 Euro und vom Gesamtvorstand mit den anderen Abteilungen mit 4.000 Euro. Helmut Frantzen dazu: "Natürlich tun uns diese Belastungen sehr weh, aber wir sind generell der Stadt sehr dankbar, dass bald ein weiterer Kunstrasenplatz dazu kommt."

  • Radevormwald : Kunstrasen für gelebte Integration

Komplett umgebaut wird dann der bisherige Aschenplatz. Der alte Platz wird einschließlich der bisherigen Drainage vollständig beseitigt und dann völlig neu aufgebaut. Der Kunstrasen soll dann später einen Untergrund aus Quarzsand bekommen, der dann noch auf der oberen Fläche durch eine zwei Zentimeter dicke Schicht aus Kork- und Gummi-Granulat ergänzt wird. Rund um das neue Spielfeld werden etwa 1.300 Quadratmeter neu gepflastert. Neu wird ferner eine moderne Beleuchtung und auch ein Ballfangzaun sein.

Die neue Spielfläche soll mit den Umrandungen etwas größer als der alte Platz werden und dann 110 mal 71 Meter betragen. Planen wird den Platz Frank Magon vom städtischen Geschäftsbereich Landschaft und Straßen. Wie er auf Nachfrage mitteilt, werden am 24. April dieses Jahres die in Frage kommenden Unternehmen für Sportplatz-Bauten angeschrieben, die dann bis 24. Mai ein Angebot abgeben können. Der günstigste Bewerber erhält dann wahrscheinlich im Juli den Zuschlag. Nach dem gleichen Verfahren würden einige Monate später die Firmen zum Neubau der Beleuchtungsanlage und des Kunstrasens selbst ausgewählt. Die komplette Auftragsvergabe soll bis zum Herbst abgeschlossen sein. "In der zweiten Januarhälfte 2019 könnten dann die Arbeiten beginnen", so Magon.

Es wird dann der fünfte Kunstrasenplatz auf den Sportstätten in den vier Stadtteilen sein. Frank Magon vom Fachbereich Landschaft und Straßen kennt sich aus, er war schon bei der Planung des ersten Kunstrasenplatzes im Sport- und Freizeitzentrum im Jahre 2003 dabei. Damals kostete der Platz in den Maßen 52 mal 90 Meter rund 546.000 Euro.

(wsc)
Mehr von RP ONLINE