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Herbstfest und Vogelschuss der Schützen in Klein Jerusalem Neersen

Neuer König in Klein Jerusalem : Die Neersener Schützen feiern erstmals gemeinsam ein Herbstfest

Faruk Bajik ist neuer König des Schützenvereins Klein Jerusalem. Mit dem 170. Schuss holte er den Holzvogel von der Stange.

Die Neersener St.-Sebastianer, die St.-Konrad-Schützengilde und der Schützenverein Klein Jerusalem machten jetzt zum ersten Mal gemeinsame Sache: Sie veranstalteten am Freitagabend gemeinsam das erste Herbstfest. Mit knapp 300 Besuchern ist zwar noch Luft nach oben, aber im kommenden Jahr soll es eine Neuauflage geben. Am Samstag war die Freude vor allem der Schützen von Klein Jerusalem groß: Sie haben einen neuen Schützenkönig. Er heißt Faruk Bajik.

Es schien, als wolle keiner der Erste sein beim ersten Neersener Herbstfest. Aber nach gut einer Stunde kamen sich die Besucher im Festzelt nicht mehr verloren vor und eine weitere Stunde später gelang es der Band Classy Club, die ersten Paare auf die Tanzfläche zu locken. Ein Publikumsmagnet direkt vor dem Eingang des Zeltes: Die Gulaschsuppe aus der Gulaschkanone von Heinz Schablitzki aus Viersen. Die 100 Liter sollten für alle, die Appetit auf etwas Herzhaftes hatten, reichen. Hermann-Josef Ronken, Pressewart der St.-Konrad-Schützengilde, gab die Suppe gegen zwei Biermarken aus. Marion Teubert-Helten, Ratsmitglied aus Neersen, fand die Idee gut, dass drei Bruderschaften gemeinsam ein Fest auf die Beine gestellt hatten. „Das möchte ich mit meinem Besuch unterstützen“, erklärte Teuber-Helten. „Wir wollen hier keinen Reibach machen“, erklärte Ralf Kivelip, Präsident des Schützenvereins Klein Jerusalem. Gemeinsam hatte man auch eine Verlosung mit 80 Preisen, darunter eine Berlin-Preise, organisiert. Und der Eintritt war frei.

Einen Tag später wurde im Festzelt wieder getanzt. Und es gab einen besonderen Grund zur Freude: In Klein Jerusalem wird es im kommenden Jahr nach Dirk Draschan wieder einen Schützenkönig geben. Er heißt diesmal Faruk Bajik, ist 46 Jahre alt. An seiner Seite: Seine langjährige Lebensgefährtin Tanja Giesing, die Nichte von Friedhelm Laumen. Unterstützt wird das Königspaar von den Ministerpaaren Ralf Barsuhn mit Birgit Gusdeck-Barsuhn sowie Daniel Schillings mit Stefanie Fiebig. Königsoffizier ist Frank Trimborn. Eine Besonderheit: Es wird zwei Wachzüge geben: Die Kapeller Kameraden, denen der 2. Minister und der Königsoffizier angehört sowie die Jungen Jäger – diesem Zug gehören der König und der 1. Minister an. Faruk Bajik war übrigens der einzige Königsbewerber. Er schoss zunächst mit Kleinkaliber- und später mit Schrotmunition auf das hölzerne Federvieh, das mit dem 170. Schuss zu Boden fiel. Die rund 150 Schützen vom Schützenverein Klein Jerusalem waren fast vollzählig zum anschließenden Umzug angetreten.

Das neue Königspaar möchte im kommenden Jahr noch einen drauflegen und sich im Königsjahr und nicht nur auf diverse Schützenfeste, sondern auch aufs Standesamt gehen. Und die drei Akteure, die jetzt das Herbstfest organisiert haben, waren mit der Premiere durchaus zufrieden. „Im kommenden Jahr soll es eine Neuauflage geben“, kündigte der Präsident der Neersener St.-Sebastianer, Robert Brintrup, an.