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Grüne Willich erweitern Posten im Vorstand

Mitgliederversammlung : Willicher Grüne erweitern Vorstandsposten

Für die Kommunalwahl rechnen sie sich gute Chancen aus. Die Mitgliederzahl ist stark gestiegen.

  Was auf Bundesebene Annalena Baerbock und Robert Habeck sind, sind bei den Willicher Grünen Claudia Poetsch und Merlin Praetor: Sie führen die Partei in den Wahlkampf, und sie sind hoch motiviert. Auf der Mitgliederversammlung am Samstag im Lichthof in Münchheide sprühten die Grünen nur so vor Tatendrang und Optimismus.

Sie werden nicht nur durch die fantastischen Umfrageergebnisse beflügelt, sondern auch durch erfreuliche Tatsachen wie diese: Die Zahl der Mitglieder ist seit der Mitgliederversammlung im Mai 2018 von 19 auf 49 gestiegen. Nicht zuletzt wegen der stark gestiegenen Mitgliederzahl wurde der Vorstand erweitert um Posten, die es bislang nicht gegeben hat: Sina Kingen, bislang Beisitzerin, wurde zur Geschäftsführerin gewählt, Eib Eibelshäuser ist jetzt Medienbeauftragter. Andrea Kiontke folgt auf Sina Kingen als Beisitzerin. Alle drei Vorstandsmitglieder wurden ohne eine Gegenstimme gewählt.

Der Fraktionsvorsitzende Raimund Berg zog Bilanz, man habe sehr viel erreicht. Unter anderem müssten Eltern mit einem Einkommen unter 42.000 Euro keine Kitagebühren bezahlen. Parteivorsitzender Praetor kündigte an, mit einem eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu gehen, und sieht auch reale Gewinnchancen in der Stichwahl.

Es sind ja nicht nur die Umfragewerte: Bei der Europawahl hatten die Willicher Grünen zum ersten Mal in ihrer 35-jährigen Geschichte drei Wahlkreise direkt geholt, zwei davon in Wekeln. Bei den vergangenen Kommunalwahlen hatten die Grünen 13,3 Prozent der Stimmen bekommen, was für sechs Ratsmandate reichte. Bei einem identischen Wahlergebnis wären Raimund Berg, Christian Winterbach sowie Merlin und Julia Praetor wieder im Rat vertreten, die zwei Neuen hießen Claudia Poetsch und Sina Kingen. Die beiden jetzigen Ratsmitglieder Hagen Becker und Roland Müller sind jetzt auf den Plätzen sieben beziehungsweise zwölf. Becker hätte weiterhin große Chancen, im neuen Stadtrat vertreten zu sein, und bei einem Ergebnis von rund 25 Prozent wäre auch Müller wieder mit von der Partie. „Qualität, Quantität, Vielfalt – das gab es in dieser Form noch nie, irre“, sagte Merlin Praetor erfreut.

Selbstverständlich hat man Kandidaten für alle 24 Wahlkreise gefunden. Jeder Wahlkreis umfasst rund 1000 Wohneinheiten und jeweils 2000 bis 2200 Wahlberechtigte. Am 2. Mai sollen die Kandidatinnen und Kandidaten unter anderem die individuellen Wahlkampf-Flyer bekommen. Dann kann der Wahlkampf beginnen. Claudia Poetsch beschrieb die Kandidaten so: „Das sind alles Leute, die richtig Lust drauf haben.“ Und Merlin Praetor fügte hinzu: „Wir meinen es ernst.“