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Grüne möchten Solarparks in Willich ermöglichen​

Anfrage von Anrather Unternehmen : Grüne möchten Solarparks in Willich ermöglichen

Freistehende Photovoltaik-Anlagen auf dem Acker statt Landwirtschaft? Das möchte ein Anrather Unternehmen. Platz wäre genug in und um Willich und die Energiekrise bedrohlicher als die Lebensmittelknappheit, finden jedenfalls die Grünen.

Die Willicher Grünen begrüßen die Anfrage eines Willicher Unternehmens, eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten zu wollen. „Wir müssen schneller werden bei der Gewinnung erneuerbarer Energien“ sei eine Kernaussage auf dem Gemeindekongress des Städte- und Gemeindebundes in Düsseldorf gewesen, bürokratische Hürden sollen abgebaut, mehr Projekte schneller umgesetzt werden, dabei seien sich die kommunalen Vertreter einig gewesen, schreiben die Grünen.

Ein Solarpark sei vor diesem Hintergrund ein wichtiges Projekt auf dem Weg zur Energieautonomie und Baustein, um das von der Stadt im Nachhaltigkeitskonzept Globale Nachhaltige Kommune (GNK) gesteckte Ziel der Klimaneutralität bis 2030 erreichen zu können.

Die Anfrage des Anrather Unternehmers zeige, dass die Wirtschaft längst bereit sei für nachhaltige Projekte. Firmenchefs hätten erkannt, dass Investitionen in alternative Energiegewinnung nicht nur imagefördernd, sondern vor allem auch einen messbaren wirtschaftlichen Vorteil bringen, glauben die Grünen. Politik müsse die Unternehmer nicht mehr überzeugen, sondern den Rahmen zur Realisierung nachhaltiger Projekte schaffen.

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„Die Grünen-Fraktion wird sich deshalb für eine Grundsatzentscheidung pro Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf Willicher Stadtgebiet aussprechen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Christian Winterbach. Vorbehalte, hierdurch würden wichtige Ackerflächen der Lebensmittelproduktion entzogen, seien vorgeschoben. „Solange jedes Jahr 40 Prozent der Kartoffelernte vernichtet oder als Tierfutter verwendet werden, nur weil sie optischen Anforderungen nicht genügen, scheint die Versorgungslage noch lange nicht gefährdet zu sein“, so Claudia Poetsch. „Außerdem sollte für die Zukunft geprüft werden, inwieweit Solaranlagen und Ackerbau auch parallel betrieben werden können. Erste Systeme werden bereits entwickelt“, sagt Winterbach.

(jbu)