1. NRW
  2. Städte
  3. Willich

Gerarda Hages aus Anrath ist 102 Jahre alt geworden

Gerarda Hages : Anratherin feiert 102. Geburtstag

Coronabedingt konnte Gerarda Hages nur in kleinem Kreis feiern. Bürgermeister Josef Heyes brachte ihr einen Präsentkorb. Das große Fest will die Seniorin im kommenden Jahr nachholen.

Gerarda Hages hat ihren 102. Geburtstag coronabedingt nur im allerkleinsten Kreis gefeiert. Dafür soll das Fest im kommenden Jahr umso größer ausfallen. Besonders gefreut hat sie sich über den Besuch von Bürgermeister Josef Heyes (CDU), der einen Präsentkorb mitbrachte.

Gerarda Hages ist aus mehreren Gründen zu beneiden: Für ihr Alter ist sie erstaunlich gut drauf. Und Sohn Manfred, der in Neersen wohnt, kümmert sich rührend um seine hochbetagte Mutter. Pflegedienst oder gar Altenheim sind für die 102-Jährige noch nie ein Thema gewesen.

Auf ihren ungewöhnlichen Vornamen angesprochen, sagt Gerarda Hages: „Das ist ein flämischer Name, ich stamme aus Belgien.“ Ihren späteren Mann hatte sie während des Krieges in ihrer Heimat kennen und lieben gelernt. 1941 war sie nach Deutschland gekommen. Sie hat zwei Söhne und eine Tochter. Sowohl einer der Söhne als auch ihr Mann starben bereits mit 67 Jahren.

Fotos an der Wohnzimmerwand zeigen, dass die Seniorin eine große Familie hat. Viele Mitglieder leben aber weit weg: Die Tochter wohnt in Villingen-Schwenningen, die sechs Enkel wohnen im Schwarzwald, in München, Krefeld, Mönchengladbach und Berlin. Gerarda Hages hat zudem sechs Urenkel. Hinzu kommen Nichten und Neffen in Belgien.

Früher war sie gerne mit dem Rad unterwegs und hat im Garten gearbeitet. Heute löst die Seniorin Kreuzworträtsel und sieht Nachrichtensendungen im Fernsehen. Gerne denkt sie an die Zeiten zurück, als sie mit ihrem Mann, der eine Schlosserei hatte, Urlaub in der Eifel gemacht hat, vor allem in Daun und Weyersbach. Früher hat sie außerdem die Tagesausflüge mit der Arbeiterwohlfahrt genossen.

Sie zieht eine beneidenswerte Bilanz: „Ich fühle mich noch sehr jung, habe nur ab und zu ein bisschen Rückenschmerzen.“

(barni)