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Georg Schmalen ist Gefängnisseelsorger der JVA Anrath

JVA Anrath : Seelsorger Georg Schmalen will Gefangenen Hoffnung geben

Georg Schmalen wurde jetzt in sein Amt als Gefängnisseelsorger der Anrather Justizvollzugsanstalten eingeführt.

Es geht um ein kleines Stück Freiheit, die auch die Seelsorger im Frauen- und Männergefängnis durch das vertrauliche Gespräch den Gefangenen geben. Jetzt wurde es erst einmal feierlich: als der neue katholische Gefängnis-Seelsorger des Männerhauses, Pastoralreferent Georg Schmalen, mit einem Gottesdienst in sein neues Amt eingeführt wurde.

„Wir haben einen guten Fang gemacht“ oder „gut, dass du da bist, du hast eine große Erfahrung und ein großes Herz“. Es waren keine „Vorschusslorbeeren“, die nach dem Gottesdienst in der Kapelle von Bediensteten, so vom evangelischen Seelsorger Lutz Aupperle zu hören waren. Denn Georg Schmalen (58), der gerade mit seiner Familie von Mechernich nach Anrath umzieht und schon in der Psychiatrie und in der Forensik mit Inhaftierten arbeitete, hatte seinen Dienst in der JVA Willich I bereits im Mai 2018 angetreten.

Georg Schmalen („Ich möchte alles tun, damit die Gefangenen die Haft nicht als eine verlorene Zeit sehen“) löste Ralph Kreutzer (55) ab, der diese Aufgabe über neun Jahre in Anrath übernommen hatte und jetzt Diözesan-Sprecher der JVA-Seelsorge beim Bistum Aachen ist. Das bischöfliche Generalvikariat hatte zur Amtseinführung mit Andrea Kett und Alina Güdden zwei für diese Seelsorge verantwortliche Mitarbeiterinnen geschickt.

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Außerdem waren neben dem stellvertretenden Leiter des Männergefängnisses, Andreas Schüller, mit seinen derzeit rund 400 Inhaftierten Seelsorger aus anderen Vollzugsanstalten dabei. Und auch rund 20 Gefangene. Sechs davon bildeten den Gefangenenchor, der im Gottesdienst und auch danach sang. Zwei der Lieder hießen: „Ich war noch niemals in Ney York“ und „Ich will weg …“

Georg Schmalen selbst zelebrierte den Gottesdienst. Ihn unterstütze als „Messdiener“ ein Gefangener, etwa 55 Jahre alt, der dort schon lange als Küster arbeitet und selbst während der Messe etwas von seiner lieblosen Vergangenheit erzählte: „Ich war auch für den Richter ein hoffnungsloser Fall.“ Der Glaube und die Gespräche mit den Seelsorgern hätten ihm wieder ein Stück Hoffnung gegeben.

Georg Schmalen arbeitet an drei Tagen in der Woche im Anrather Männergefängnis, die restliche Zeit im Maßregelvollzug in einer Dürener Forensik-Abteilung.