Gelebte Städtepartnerschaft: Gegenseitige Besuche zu den Stadtjubiläen im kommenden Jahr

Gelebte Städtepartnerschaft : Gegenseitige Besuche zu den Stadtjubiläen im kommenden Jahr

Eine kleine Delegation aus der lettischen Stadt Smiltene novads war fünf Tage zu Gast in Willich. Dabei ging es darum, die Partnerschaft zu intensivieren.

„Dies war eine rundum gelungene Veranstaltung, gefreut habe ich mich vor allem, dass auch unsere Stadtverwaltung bei den Gesprächen mit dabei war“, sagte der Geschäftsführer des deutsch-lettischen Freundeskreises, Wolfgang Brock (Neersen). Die Vorsitzende, Hildegard Herber-Spahn, war der gleichen Ansicht. Eine kleine Delegation aus Smiltene novads, wie die lettische Stadt mit ihren annähernd 6000 Einwohnern und nach einem Zusammenschluss mit acht weiteren Gemeinden seit 2009 heißt, war fünf Tage zu Gast in der Stadt Willich. Sie sondierte dabei, wie die Städtepartnerschaft weiter intensiviert werden könnte.

  Erfreut nahm der Bürgermeister aus Smiltene, Gints Kukainis, mit seinen Beratern, Projektplanern und Kultur-Verantwortlichen und einigen Unternehmern bei einer Stadtbesichtigung zur Kenntnis, dass Schilder am Wegesrand auf die im April 2018 besiegelte offizielle Städtepartnerschaft hinwiesen. „Das machen wir jetzt auch bei uns“; sagte der frühere Bürgermeister von Smiltene, Einars Mezulis. Der deutsch-lettische Freundeskreis hatte die Bande der Freundschaft zwischen den beiden Städten vor weit über 25 Jahren geknüpft. Daraus war auch eine Schulpartnerschaft mit dem Anrather Lise-Meitner-Gymnasium entstanden.

  Die fünf Tage waren mehr als ausgefüllt. Betriebsbesichtigungen, so im Anrather Stauenhof, gehörten ebenso dazu wie der Besuch bei der IHK Düsseldorf oder der Handwerkskammer in Neuss, Gespräche im Landtag oder ein Abend mit Mitarbeitern der Willicher Stadtverwaltung im Ramshof, daran nahmen auf Einladung der Stadt unter anderem Bernd Hitschler teil.

  Einig war man sich auch nach dem Besuch weiterer Unternehmen, zukünftig verstärkt Betriebspraktika anzubieten. Außerdem sollen zukünftig bei der Digitalisierung mehr Informationen ausgetauscht werden. „Denn Lettland ist auf diesem Sektor schon viel weiter als Deutschland“; sagte Brock.

Ferner wurde über zwei bevorstehende Jubiläen gesprochen. Denn im nächsten Jahr besteht die Stadt Willich seit 50 Jahren, Smiltene sogar seit hundert Jahren. Einig war man sich, dass dann ebenfalls gegenseitige Besuche stattfinden. Das genaue Festprogramm wird aber noch ausgearbeitet.

  Die sechsköpfige Delegation war am Freitag gerade wieder abgereist, als im Vereinsheim des Deutsch-Lettischen Freundeskreises, dem „KUDL“ an der Hauptstraße 81 (KUDL steht für Kultur Unterhaltung Deutsch-Lettisch) eine weitere Aktivität vorbereitet wurde: Die zweitägige Kunst- und Hobbyausstellung wurde aufgebaut. Werke von Willicher und lettischen Hobbykünstlern können im  KUDL an den zwei Tagen besichtigt werden, heute, am 6. April von 14 bis 18 Uhr, morgen, am 7. April, von 13 bis 17 Uhr.