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Willich: Gefühl von Geborgenheit geben

Willich : Gefühl von Geborgenheit geben

Interview Seit 1.Februar ist Paul Birnbrich neuer Leiter des Michael-Ende-Gymnasiums in Tönisvorst. Er hat den „Gründungsdirektor“ Dr.Ingo Miltz abgelöst.

Interview Seit 1. Februar ist Paul Birnbrich neuer Leiter des Michael-Ende-Gymnasiums in Tönisvorst. Er hat den „Gründungsdirektor“ Dr. Ingo Miltz abgelöst.

Welche Gefühle haben diese ersten Wochen in der neuen Funktion bei Ihnen hervorgerufen

Birnbrich Zuallererst entsteht ein Gefühl der Verantwortung, das vom Vorgänger aufgebaute Positivbild unserer Schule zu erhalten. Auf der anderen Seite möchte ich Impulse setzen und die Dinge verbessern, die in den Augen der Öffentlichkeit zu Kritik Anlass geben. Wenn ich die Informationsabende an Grundschulen zu den weiterführenden Schulen noch einmal Revue passieren lasse, fällt mir auf, dass unserer Schule eine vorzügliche Ausbildung attestiert wird, aber einige Eltern auch die Befürchtung haben, bei Schwierigkeiten allein gelassen zu werden.

Was wollen Sie dagegen tun?

Birnbrich Ich möchte deshalb Eltern und Schüler das Gefühl vermitteln, am Michael-Ende-Gymnasium nicht nur eine sehr gute Ausbildung zu erhalten, sondern auch das Gefühl von Geborgenheit zu haben. Auch wenn die Befürchtung des Alleingelassenseins nur eine Empfindung ist, liegt mir sehr daran dieses Gefühl ernst zu nehmen und es abzubauen. Um bei Schwierigkeiten ins Gespräch zu kommen, möchte ich Eltern, Schülern und Lehrern ein jederzeit offenes Ohr anbieten. Inwieweit ich diesem Anspruch terminlich gerecht werden kann, muss der Alltag zeigen.

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Warum wollten Sie Schulleiter werden?

Birnbrich Bei meiner Einstellung in den Schuldienst war es nicht mein Ziel, Schulleiter zu werden. Der Aufstieg zum stellvertretenden Schulleiter hat mir sehr viel Spaß gemacht, da ich in dieser Funktion die Verwaltung unserer Schule neu strukturieren konnte. Ich konnte ,neue Gleise legen’. In der neuen Funktion möchte ich diese neuen Gleise nun in pädagogischer Richtung legen. Hierbei bedaure ich, dass die neue Funktion eventuell bedingen könnte, die Nähe zu den Schülern zu verlieren.

Was für Pläne haben Sie für die Zukunft der Schule?

Birnbrich Ich möchte Garant für eine gute Ausbildung sein. Unsere Schule soll dabei ein Ort der Bildung werden, an dem man sich auch als Mensch gut aufgehoben fühlt. Meine Kollegen und ich möchten nicht nur Wissensvermittler sein, sondern dem Schüler auch als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Welche Bedeutung hat für Sie das Michael Ende-Gymnasium in der Tönisvorster Schullandschaft?

Birnbrich Für die Stadt Tönisvorst ist es die Realisierung des dreigliedrigen Schulsystems und die Möglichkeit, als Schulträger alle Schulausbildungen anbieten zu können. Das Gymnasium sollte ein Aushängeschild der Stadt sein. Bei diesem Anliegen unterstützt uns der Schulträger vorbildlich.

Nadja Joppen führte das Gespräch

(RP)