Stadt Willich: Freiwillige Feuerwehr besser versichern

Stadt Willich : Freiwillige Feuerwehr besser versichern

Die Willicher FDP-Fraktion bittet die Stadtverwaltung zu beantworten, wie die ehrenamtlichen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Willich im Unglücksfall abgesichert sind. Auslöser für die Frage ist ein Fernsehbericht im ZDF zur ungenügenden Unfallversicherung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Demzufolge seien der Hinterbliebenenschutz und auch die Absicherung von Unfällen nicht hinreichend abgesichert. Zum Teil spiele nicht das Unfallereignis bei der Regulierung eine Rolle, sondern eventuell eine Vorschadenproblematik (etwa ein vorgeschädigtes Gelenk), die zu Leistungseinschränkungen führen.

Ralf Klein, FDP-Obmann im zuständigen Ausschuss für Abgaben, Gebühren und Satzung, sieht das Ehrenamt in Gefahr, wenn das Problem tatsächlich existent ist: "Unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute gehen bei jedem Einsatz ein Risiko ein. Es kann und darf nicht sein, dass sie im Einsatzfall überlegen müssen, was sie leisten dürfen, um abgesichert zu sein. Daher sollte sich die Politik in Willich aus aktuellem Anlass mit dem speziellen Thema befassen. Unser Ziel muss sein, unseren Feuerwehrleuten den Rücken frei zu halten."

Auch der heimische Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer (CDU) sieht dringenden Handlungsbedarf. "Dies muss zügig von der neuen Bundesregierung geregelt werden. Auch der Freiwilligen Feuerwehr steht eine umfassende Unfallversicherung zu", so der Parlamentarier. Vor allem sehe er die Gefahr darin, dass sich immer weniger Menschen für diese Aufgabe entscheiden, wenn sie bei möglichen Unfällen auf sich allein gestellt sind. Diese Versicherungslücke müsse der Staat schließen."

Schummer hatte über das Problem mit Klaus-Thomas Riedel, Kreisbrandmeister Viersen und Vorstandsmitglied des Verbandes der Feuerwehren in NRW, gesprochen.

(msc)
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