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Frauengefängnis in Anrath: Besuche sind wieder möglich

Anrath : Besuche im Gefängnis sind wieder möglich

Wegen der Corona-Pandemie war es dem Beirat des Frauengefängnisses der JVA Willich nicht möglich, vor Ort ihre regelmäßig stattfindenden Sprechstunden abzuhalten. Nun traf sich der Beirat mit dem neuen Leiter des Gefängnisses.

Während der ersten Sitzung des Beirates des Frauengefängnisses in Anrath haben sich die Mitglieder mit dem neuen Leiter des Gefängnisses, Marek Switkiewicz, über den Umgang im Strafvollzug mit der Covid-19-Pandemie ausgetauscht. Seit Beginn der Pandemie wurde vom Justizministerium jeglicher Besuch aus Sicherheitsgründen untersagt.

Anfangs habe dies für die inhaftierten Frauen wegen der stetigen Änderungen durch die Erlasse zu viel Unverständnis geführt. Durch den Kontakt zu den Angehörigen per Telefon und Erläuterungen durch die Justizbeamten sei die Situation im Laufe der Zeit für die Frauen jedoch nachvollziehbarer geworden. Der Besuchskontakt ist wieder erlaubt. Durch die getroffenen Maßnahmen blieb eine Infektion aus. In der Zwischenzeit wurden Haftplätze zu Quarantäne-Haftplätzen umgebaut, so dass auch künftig Neuaufnahmen wieder stattfinden können.

Die Gefängnis-Beiräte haben die Aufgabe, bei der Gestaltung des Vollzuges und der Betreuung der Gefangenen mitzuwirken. Sie unterstützen die Anstaltsleitung durch Anregungen und Verbesserungsvorschläge und helfen, Gefangene nach der Entlassung wieder einzugliedern.

Das Justizministerium NRW beschreibt die Aufgaben so: „Als außenstehende Berater und mit Kontrollfunktion Mitwirkende können sie vor dem Hintergrund der eigenen Lebens- und Berufserfahrung frei von Betriebsblindheit für so manche im Justizvollzug anstehende Fragestellungen Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.“ Der Beirat kommt regelmäßig zusammen. Die Leitung soll ihn regelmäßig über aktuelle Entwicklungen im Vollzug auf dem Laufenden halten. Aufgabe des Beirates ist es auch, sich Problemen von Gefangenen und Bediensteten zu widmen.

(msc)