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Facebook-Gruppe für Willich koordiniert Angebote in der Corona-Krise

Neu gegründete Facebook-Gruppe : So helfen sich die Willicher gegenseitig in der Corona-Krise

In der neuen Facebook-Gruppe „Willicher Nachbarschaftshilfe“ werden Angebote und Gesuche gebündelt. Es gibt viele Helferlisten.

In den Zeiten der Krise lassen die Willicher ihre Mitmenschen nicht allein. Als das Coronavirus auch Willich erreichte, haben viele Bürger in den verschiedenen Facebook-Gruppen für Willich Hilfsangebote, Nöte und Sorgen geteilt. Daraus entstand Mitte März die Gruppe „Willicher Nachbarschaftshilfe“. Gründerin Annika Jäschke wollte darin spontane Hilfsangebote und -gesuche der Willicher Bürger unbürokratisch miteinander verbinden. Inzwischen hat sich ein Team gebildet, das die Hilfe in allen Ortsteilen koordiniert.

Schnell haben sich Menschen mit Hilfsangeboten zusammengefunden, etwa fürs Einkaufen, Gassi gehen mit dem Hund oder Patenschaften für ältere Mitbürger oder kranke Menschen. „Unser Vorteil ist, dass wir sieben Tage die Woche über unser Homeoffice zu erreichen sind“, sagt Teammitglied Barbara Jäschke, zuständig für Neersen. „Gerade an den Wochenenden treten Probleme durch Krankheit oder Geldnot auf, die unser Team dank der Unterstützung des Kinderschutzbundes und eines Sponsors schnell beheben kann.“

Das „Hilfsnetzwerk Corona“ der Stadt Willich hat das Team als Kooperationspartner in seine Liste aufgenommen. Viele Dinge seien schon angestoßen beziehungsweise über die Facebook-Seite koordiniert worden. So gebe es unter anderem eine Helferliste für den Tierschutzverein, eine Helferliste für die Willicher Tafel für die Ausgabestellen in allen Ortsteilen, einen Spendenaufruf für die Willicher Tafel zum Lebensmitteleinkauf. Eine Liste weise Unternehmen aus, die beispielsweise Lebensmittel, Bücher, Blumen liefern. Eine Gruppe von Frauen näht Mundschutze in Heimarbeit und stellt diese etwa Altenheimen zur Verfügung. „Wer von uns hätte am Anfang gedacht, dass wir so viel Hilfe angeboten bekommen und so vielen Menschen drängende Sorgen nehmen können“, sagt Barbara Jäschke. „Danke dafür an alle Bürger, die mithelfen wollen.“