Stadt Willich: Erster Schritt zum Alleenradweg

Stadt Willich: Erster Schritt zum Alleenradweg

Entlang der stillgelegten Bahntrasse zwischen Krefeld und Mönchengladbach soll ein Radweg entstehen. Die ersten Schritte dazu werden gerade getan. Der Bewuchs auf der Strecke wird gerodet, danach sollen die Gleisanlagen entfernt.

Bislang existiert der Allenradweg auf Willicher Stadtgebiet lediglich auf dem Papier. Die Ausgangslage ist klar: Die Stadt hat die stillgelegte Eisenbahntrasse zwischen Krefeld und Mönchengladbach Ende 2007 gekauft. Danach hat das Land Nordrhein-Westfalen ein Förderprogramm "Radwege auf stillgelegten Bahntrassen" aufgelegt. Die Stadt wiederum hat die Aufnahme in das Förderprogramm beantragt. Ein Bewilligungsbescheid liegt noch nicht vor, heißt es auf Nachfrage von der Bauleitplanung der Stadt.

Ungeachtet dessen erfolgen in diesen Tagen die ersten Arbeiten zur Vorbereitung des Baus des Alleenradwegs. Die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) aus Essen hat eine Firma damit beuftragt, den Bewuchs auf der Strecke zu roden. "Diese Grünschnittarbeiten dürfen laut Gesetz nur bis Ende Februar durchgeführt werden, weil danach die Brutzeit beginnt", erklärt Uwe Käbe, der Projektleiter von Seiten der BEG.

Seit vergangener Woche ist die beauftragte Firma dabei, den Bewuchs entlang der Strecke zurückzuschneiden. Angefangen im Neersener Süden geht es auf 7,7 Kilometern bis zur Stadtgrenze im Willicher Norden. Die Bahnstrecke kreuzt dabei unter anderem die Kempener Straße, die Anrather Straße/Bahnstraße, Klein Kempen sowie die L 316 (siehe Grafik).

Sobald der Grünschnitt abgeschlossen ist, könnte mit dem Entfernen der alten Gleise begonnen werden. "Dafür warten wir aber noch auf eine Genehmigung vom Eisenbahnbundesamt", sagt Käbe. Das Entfernen der Gleise würde allerdings nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Käbe geht von maximal 14 Tagen aus. "Danach hätte die Stadt Willich freie Bahn."

Die Verwaltung wird zu gegebener Zeit die konkreten Pläne vorstellen. Der Alleenradweg soll von Bäumen, Sträuchern und anderem Grün gesäumt sein. Außerdem sollen vier Rastplätze entstehen. Angedacht als Standort ist unter anderem das Stahlwerk Becker. Der Radweg soll eine Verknüpfung zu historischen Elementen bieten. An einigen Stellen sollen als Relikte auch die alten Bahngleise liegen gelassen werden, so Uwe Käbe. Die neue Route würde im Norden an den bereits bestehenden Radweg St. Töniser Straße in Richtung Hückelsmay anschließen. Im Süden ist eine Anbindung an den Euroga-Radweg Nordkanal/Vietsallee geplant. Eine Verlängerung in Richtung Mönchengladbacher Zentrum – die Bahntrasse endet zwischen den Stadtteilen Neuwerk und Eicken – ist derzeit nicht angestrebt.

Die Kosten für den Bau schätzt die Stadt Willich auf rund 1,3 Millionen Euro. Rund 75 Prozent davon wären förderfähig. So soll das Land unter anderem einen Grunderwerbszuschuss geben. Und da die Stadt ihr Gelände bereits bezahlt hat, könnte das Geld für den eigentlichen Umbau der Bahnstrecke zum Alleenradweg genutzt werden.

(RP)
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