Stadt Willich: Entscheidung über Tandem verschoben

Stadt Willich: Entscheidung über Tandem verschoben

Die Mitglieder des Sozialausschusses haben die Entscheidung über einen Zuschuss an das DRK für ein Tandem-Fahrrad verschoben. Der Ausschuss-Vorsitzende Dietmar Winkels soll erst noch ein Gespräch mit Svenja Becker, der Sozialkoordinatorin im DRK-Seniorenhaus Moosheide, führen und Details klären. Der Hintergrund: Becker hat bei der Stadt Willich eine finanzielle Unterstützung beantragt, weil sie das Tandem-Fahrrad für die Freizeit-Gestaltung der an Demenz erkrankten Seniorenheim-Bewohner verwenden möchte. Dabei soll ein Ehrenamtler mit einem Bewohner Fahrrad-Touren unternehmen. Für die Bewohner habe das Angebot mehrere positive Effekte: Stärkung der Muskulatur verbunden mit geringerer Sturzgefahr, Bewegung an frischer Luft und das Naturerlebnis, die Besichtigung vertrauter Orte, das Gefühl von mehr Selbstständigkeit, neue Impulse, Abbau von Depressionen. Die Ehrenamtler, die mit den Senioren die Ausflüge unternehmen, möchte Becker auf verschiedene Arten gewinnen: über das Freiwilligenzentrum, die Homepage des Seniorenhauses, Zeitungsberichte und Flyer oder Mund-Propaganda. Das Problem: Das Spezialfahrrad ist nicht billig - es kostet knapp 8000 Euro.

Die Politiker waren nicht grundsätzlich gegen die Idee, einige haben aber das Problem, dass sie mit dem Zuschuss nur eine der Willicher Pflegeeinrichtungen unterstützen. Es kam auch die Befürchtung auf, dass das Rad nicht ausreichend genutzt werden könnte. Henning Ehlers (SPD) sah die Möglichkeit, eine Nutzungsvereinbarung zu treffen und regelmäßige Berichte zu fordern. Dieter Lambertz (CDU) sah eine Möglichkeit, das Projekt an das Freiwilligenzentrum anzudocken.

(djm)