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Ein Highlight im Willicher Freizeitbad „De Bütt“ ist die 90 Meter lange Wasserrutsche „Black Hole“.

De Bütt : Neue Saunalandschaft fürs Schwimmbad

Abschalten, schwimmen, einfach nur Spaß haben und unbeschwerte Stunden erleben – das Willicher Freizeitbad „De Bütt“ macht es möglich. Ein Highlight ist die 90 Meter lange Wasserrutsche „Black Hole“.

Der blaue, lachende Seehund ist weit über die Grenzen von Willich bekannt. Er ist nämlich das Markenzeichen des Willicher Freizeitbades „De Bütt“, und das kennen und lieben nicht nur die Willicher. Es ist eine Wasserwelt für die ganze Familie, in der sich Jugendliche und Senioren genauso wohlfühlen, denn für jedes Alter gibt es die passenden Angebote. Welches Bad kann schon von einem 200 Quadratmeter großen Freizeitbecken sprechen, das unter einer gigantischen Glaskuppel liegt, die den Blick in den Himmel ermöglicht und zudem ein Außenbecken hat, das über einen Schwimmkanal zu erreichen ist? Gemütlich im Innenbereich die Sprudelliege nutzen, die Massagedüsen genießen oder im Whirlpool liegen, die Augen in den derzeit oft grauen Winterhimmel richten, dabei wohlige Wärme spüren und entspannen – was kann es an einem nasskalten, trüben Wintertag Schöneres geben?

„Mit Wassertemperaturen von über 30 Grad und auch Innentemperaturen, die diese Marke knacken, sorgen wir für wirkliche Wärme“, sagt Badleiter Philipp Bauknecht. Die einzige Ausnahme ist das Sportbecken, das mit 28 Grad daherkommt. Ob im Lehrbecken erste Schwimmversuche wagen, sportlich im gleichnamigen Sportbecken mit seinem Sprungturm unterwegs sein, im Familienbecken mit seinen vielschichtigen Attraktionen relaxen oder die Angebote des Variobades nutzen – die Auswahl ist gegeben. Dazu kommen der Eltern-Kind-Bereich mit Spiel-Dschungel und das Planschbecken mit Wasserpilz.

Der 38-jährige Sportwissenschaftler Philipp Bauknecht leitet das Bad. Foto: Norbert Prümen (nop)

Wer die Ruhe sucht, findet sie indes auf den Liegen im Wintergarten. Ein absolutes Highlight ist dazu die „Black Hole“. Badegäste, die die Treppe zu der 90 Meter langen Wasserrutsche hinaufgehen, blicken in eine dunkelblaue Röhre, die sich scheinbar im Nichts verliert. Wasser plätschert über eine Edelstahlkonstruktion in die Röhre und verschwindet in der Tiefe. Plötzlich blitzen Lichtwalzen auf und geben ein Stück weit einen Einblick in den meterlangen Wasserspaß. Ein Jump ist erkennbar, dann geht es in eine Rechtskurve. Mehr ist von der Startposition, neun Meter hoch im Rutschenturm, aber nicht zu erkennen. Was den Badegast alles in der 90 Meter langen Röhre, die mit ihrem Durchmesser von 1,20 Meter nicht gerade klein wirkt, alles erwartet, ist eine Überraschung. Und das eigentlich bei jedem Rutschvorgang. Denn die „Black Hole“ der „De Bütt“ ist ein Wunder an Hightech und steckt voller verschiedenster Effekte, die immer wieder neu programmiert werden können. Sound, Licht, Effekte, Video und Spiel sind in ihr zu finden und das in Form von sieben verschiedenen Programmen, die man nach Wunsch nutzen kann.

Diesen Ausblick werden die Gäste des zukünftigen Saunabereichs auf die jetzt noch verwaiste Außenanlage haben. Links das Außenbecken, das man über einen Schwimmkanal vom Freizeitbecken erreichen kann. Foto: Norbert Prümen (nop)

Im Laufe des Monats März geht ein weiteres Highlight an den Start. Der gesamte Saunabereich wird derzeit umgebaut und erweitert. „Die neue Saunalandschaft wird ein besonderes Schmankerl“, freut sich Bauknecht. Schon einen Monat früher startet die Gastronomie des Bades nach Küchensanierungen mit einem neuen Betreiber frisch durch. Dieser Bereich kann nicht nur von Badesuchern genutzt werden, sondern auch von Gästen, die das eigentliche Bad nicht besuchen.

Der Umbau des Saunabereichs ist noch in vollem Gange. Im März steht bereits die Neueröffnung an. Foto: Norbert Prümen (nop)

 „De Bütt“ setzt auf der ganzen Linie auf Service. Das fängt schon im hauseigenen Shop an. Wer das Duschgel oder die Baby-Schwimmwindel vergessen hat, wird hier ebenso fündig wie derjenige, der einen schicken Badedress, ein Wasserspielgerät oder einen kuscheligen Bademantel kaufen möchte. „Wir bieten die Frotteeware ganz neu mit an, wobei auch zwei Meter lange Saunatücher und Saunakilts mit zum Angebot gehören“, sagt Bauknecht. Im Zuge der aktuell laufenden Umbauarbeiten für den neuen Saunabereich wurde der Shop direkt mit umgestaltet. Übersichtlich, größer und mit einer ansprechenden Umkleidekabine versehen ist er beim Eintritt ins Bad ein erster Hingucker.

Wer das Duschgel oder die Baby-Schwimmwindel vergessen hat, wird im Shop fündig, auch, wer einen neuen Badedress oder Bademantel kaufen möchte. Foto: Norbert Prümen (nop)

Der Service beginnt aber schon vor dem Bad und zwar auf den hauseigenen Parkplätzen. Die sind nämlich kostenfrei. Auch der seitlich neben dem Schwimmbad liegende Parkplatz kann kostenfrei genutzt werden. Von dort sind es ebenfalls nur wenige Meter bis zum Eingang von „De Bütt“. Wer mit dem Bürgerbus kommt, kann direkt vor dem Schwimmbad aussteigen. Weitere Haltestellen des ÖPNV sind in unmittelbarer Nähe. Das Willicher Freizeitbad ist auch auf die Belange von Menschen mit Handicaps eingestellt. Sowohl im Hallen- wie auch im Freibad sorgen Lifter dafür, dass Menschen mit körperlichen Einschränkungen ins Wasser gelangen können. „Wir sind barrierefrei und verfügen über entsprechende Umkleiden und sanitäre Anlagen, wozu auch Duschstühle gehören“, betont Bauknecht. Fürs Haare föhnen muss niemand Geld bezahlen, den einen Euro für die Spinde der Umkleiden gibt es zurück, und für die jüngsten Badbesucher bietet das Bad einen Wickelbereich mit Baby-Badewannen an. Wer die Schwimmflügel vergessen hat, braucht sich auch nicht zu grämen. Sie können kostenfrei ausgeliehen werden. Zur Ausleihe gehört auch eine „De Bütt“-Rallye. „Sie ist sehr beliebt bei Kindergeburtstagen“, berichtet Bauknecht.

Dreimal in der Woche können Besucher kostenfrei die Wassergymnastik „Aquafit“ nutzen. Es ist lediglich der normale Eintritt zu zahlen. Ein ganz wichtiges Anliegen ist dem Badleiter das Schwimmenlernen an sich. Neben den vom Bad selber angebotenen Schwimmkursen sind drei Schwimmschulen und weitere Privatanbieter in „De Bütt“ vertreten. Jeden Tag laufen so mehrere eigene und externe Kurse. „Hier muss niemand lange auf einen Platz in einem Schwimmkurs warten. Wir haben in den vergangenen zwei Jahren das Angebot verdoppelt. Dazu kommt in den Ferien das sogenannte Crashkursangebot“, sagt Bauknecht. Die hauseigenen „De-Bütt“-­Schwimmkurse werden ab fünf Jahren angeboten. Ab vier Jahren gibt es das Angebot „Seebob“, bei dem allerdings ein Elternteil anwesend sein muss. Babyschwimmen gehört ebenfalls mit zu den Angeboten. Neben Technik-Schwimmkursen für Erwachsene gibt es auch Anfängerangebote für erwachsene Nichtschwimmer. Zudem bietet das Bad Aqua-Zumba- und Aqua-Bike-Kurse an. Zwei Reha-Einrichtungen sind außerdem anzutreffen. Nicht zu vergessen sind die zusätzlichen Events wie „Stunden der Entspannung“, Aqua-Fitnessnächte und die lange FKK Saunanacht. Und wenn der Wonnemonat Mai da ist, öffnen sich die Türen zudem in Richtung Freibad. Drei Becken mit Eventangeboten, Breitrutsche, Kleinkinderbereich, 30.000 Quadratmeter Liegewiese mit altem Baumbestand, Beachvolleyballfelder und, ganz neu, eine Kindermatschanlage gehen dann an den Start.